Nur noch wenige Tage bis Himmelfahrt. Das alljährliche Gedenken an den göttlichen Aufbruch gen Firmament schien mir ein passender Anlass für längst überfällige Tortenworte.

Bis der Himmel mir eine deutliche Botschaft überbrachte: Das Einloggen auf meiner Blog-Plattform gelang erst beim zweiten Mal! Die gute Gelegenheit wird scheinbar zur letzten Chance, mich in digitale Kuchenhöhen empor zu schwingen, bevor das Passwort zum Tortenportal ein für alle Mal aus meinem Bewusstsein entschwindet!

Was ist also passiert in den letzten Monaten? Nachdem ich noch im Januar mit 13 Kuchen brillieren konnte, hat der Februar meine Backbilanz mit schlappen zwei Kuchen jäh zurück geworfen. Seither erhole ich mich von diesem Rückschlag mit durchschnittlich acht Kuchen pro Monat (Kleingebäck nicht mitgezählt). Spätestens in der zweiten Jahreshälfte ist aber das Comeback in die zweistellige Kuchenliga geplant.

Ähnlich glanzvoll wie das Frühjahrsgebäck soll die sommerliche Auferweckung aussehen:

Aber genug zum Glanz. Nun zu Gloria: Die reizende Gloria ist meine neue Küchenhilfe und steht mir seit Februar mit Rat und Tat zur Seite. Keiner schlägt Schaum wie sie! Der Ruhm ist uns sicher!

Ich muss zugeben, dass ich kurz stutzen musste als ich dieses wunderschöne pink-rote Tartelette, welches auf den pikanten Namen Leichtes Mädchen hört, anlässlich meines Ehrentages in der Kuchenvitrine von ‘Café Schmidt’ entdeckt habe!

Ich verstehe mich zwar ausdrücklich als Kuchenliebhaberin, als Kuchenzuhälterin hatte ich mich allerdings bis dato noch nicht gesehen! Ich gebe zu, das politisch korrekte Eis wird an dieser Stelle dünner denn die Analogie zwischen Reeperbahn und Backstube hat ihre Grenzen!

Und dennoch: Ich habe gerne dafür bezahlt, dass ich dieses cremige Schmuckstück aus Vanille, Himbeere und einem Hauch roter Beete vernaschen durfte und hätte ich nicht noch von der Herrentorte, der Sanddorn-Maronen-Tarte sowie der Mousse-au-chocolat-Torte gekostet, hätte ich mir völlig ungeniert gleich ein Dutzend Leichter Mädchen mit nach Hause genommen!

Mit süßen Kuchenvorsätzen bin ich ins Jahr gestartet. An fast alle halte ich mich treu!

So ist auch mein Projekt „Mehr Kuchen (be)suchen“ bestens angelaufen und ich habe endlich in den eppendorfischen Kuchenhimmel von Rob & Stephen gefunden! (Das ist mitunter gar nicht so einfach, denn der Himmel hat recht eigenwillige Öffnungszeiten!)

Kaum hatte ich die Himmelspforte durchschritten wäre ich von deliziösestem Kuchenduft betört vor der Kuchenauslage am liebsten auf die Knie gegangen! Die himmlische Backstube ist ein Gesamtkunstwerk und die beiden stets anwesenden Schöpfer eine wahrhaftige Wonne!

Zweimal habe ich dieses Jahr bereits in einer kleinen Tüte jeweils zwei Tartestücke durch Wind und Wetter an den heimischen Kaffeetisch gerettet und bin dank weichen Karamells und butterschwangeren Mürbeteigs in den Himmel aufgestiegen! Vom echten Himmel unterscheidet sich Rob & Stephen’s wohl nur dadurch dass es dort hoffentlich keine irdische Stückzahlbegrenzung gibt!

Kann denn Kuchen Sünde sein?

 Ich sage nein: geht und besucht das Himmelein!

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