Ras el Hanout ist eine nordafrikanische Gewürzmischung, die Süße, Schärfe und Bitterkeit zu einer überaus interessanten Geschmackskomposition vereint. Während draußen die Minusgrade tanzen, macht sich die Mixtur gut in wärmenden Schmorgerichten und Suppen. Und natürlich in Kuchen.

Die Vielzahl an Gewürzen verleiht diesem ansonsten recht simplen Backwerk eine originelle geschmackliche Note. Diese beschwingt die Geschmacksknospen, schult die interkulturelle Kompetenz und stärkt möglicherweise das derzeit arg unter Beschuss stehende Prinzip der Weltoffenheit.

Ras el Hanout Kuchen‚Ras el Hanout‘-Kuchen mit Gewürzsirup (Hier entdeckt)

Ras el Hanout heißt wörtlich „Kopf des Ladens“, weil jeder Händler einer individuellen Rezeptur folgt. Ich habe in meiner Interpretation dieses Kuchens statt Olivenöl Sahne verwendet und darüber hinaus beschlossen, es dem Kuchen auf einem Bett aus Gewürzsirup bequem zu machen. Das Eindicken mit Stärke ist nicht unbedingt erforderlich. Die Verfeinerung von Crème Fraîche wird durch die dickflüssige Konsistenz aber erleichtert. Der Sirup macht sich auch im warmen Haferbrei gut.

Für den Teig

5 Eier

200g Zucker

1 TL Orangenabrieb

250ml Sahne

250g Mehl

1 1/4 TL Backpulver

1/2 TL Salz

1 EL Ras el Hanout

Puderzucker zum Bestäuben (optional)

 

Für den Sirup*

250ml Wasser

50g Zucker

1 EL Wasser (optional)

1 TL Stärke (optional)

1/4 TL Ras el Hanout

 

*Man kann den Sirup pur verwenden. Mit Sirup gewürzte Crème Fraîche macht sich aber auch prima.

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, eine kleine Rührschüssel für die Mehlmischung. Ein kleiner Topf für den Sirup. Eine kleine Schale für die Stärkemischung.

Bevor es losgeht

Den Boden einer Springform (23 cm) mit Backpapier auslegen, Rand und Boden einfetten und mit Mehl bestäuben.

Erster Schritt

Mehl, Backpulver und Salz und Ras el Hanout in der kleinen Schüssel mischen.

Zweiter Schritt

Zucker und Eier mit dem Orangenabrieb im Mixer ca. 5 Minuten schaumig rühren. Anschließend die Sahne zugeben und für ca. 2 Minuten weiterrühren.

Dritter Schritt

Die trocken Zutaten in drei Etappen hinzugeben und gut verrühren. Den Teig in die Springform geben und ca. 60 Minuten backen. Auf einem Rost ca. 10 Minuten abkühlen lassen, den Rand der Springform lösen und den Kuchen auf eine Kuchenplatte geben. Wenn gewünscht, mit Puderzucker bestäuben.

Vierter Schritt

Für den Sirup Wasser und Zucker aufkochen und in ca. 15 Minuten um ein Viertel reduzieren lassen. Stärke und Wasser in der kleinen Schüssel vermengen und zur kochenden Zuckermischung geben. Rühren, bis die Flüssigkeit zähflüssig wird. Das dauert etwa 30 Sekunden. Den Topf vom Herd nehmen und die Gewürzmischung hinzugeben. Etwas abkühlen lassen und restlichen Sirup im Kühlschrank aufbewahren.

Fünfter Schritt

Kuchen auf einem Sirupspiegel anrichten. Oder Sirup mit Crème Fraîch vermengen und dem Kuchen als Begleitung zur Seite stellen.

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Trauben sind von Natur aus gesellige Wesen und verdanken ihre Schönheit nicht zuletzt ihrer Existenz im Gruppenverband. Während die Einzeltraube aus der Nähe zu ihren Nachbarn am Weinstock hervorragend Kapital schlagen kann, ist es damit spätestens nach Ankunft im (US-amerikanischen) Supermarkt vorbei.

Das Angebot soll auf den Kunden üppig und unerschöpflich wirken. Die schwarzen, roten und grünen Trauben werden daher in großen Mengen übereinander gestapelt und die eigentlich näheliebenden Trauben durch die Nähe ihrer Traubennachbarn im wahrsten Sinne des Wortes erdrückt. Dieses Schicksal trifft pro Tüte zwar nur ein paar wenige Trauben, als Teil der Solidargemeinschaft heißt es für die Mittrauben jedoch: Mitgehangen mitgefangen.

Nicht artgerechte Obst- und Gemüsehaltung ist nur eine Ursache für die Überbevölkerung der irdischen Lebensmittelmüllberge. Ob, wie und von wem dieses Problem behoben werden kann und sollte ist umstritten und kompliziert. Darüber nachzudenken lohnt sich aber ungemein. Zum Beispiel während man angeschlagene Früchte zu Marmelade verarbeitet und diese zu einem knusprigen Marmeladenriegel verbackt.

traubenschnitte1(Trauben-)Marmeladenschnitten (adaptiert von Martha Stewart)

Diese Schnitten lassen sich mit nahezu jeder Marmelade herstellen. Gut passen Himbeer- oder Kirschmarmelade, ich wüsste aber nicht, was gegen die Verwendung von anderen Marmeladen spräche, vor allem wenn diese aus geretteten Früchten hergestellt wurden.

Für den Teig

115g Butter

50g brauner Zucker

30g Zucker

1 Eigelb

185g Mehl

1 TL Zimt

1/4 TL Salz

1/4 TL Backpulver

75g gehobelte Mandeln

Für die Füllung

ca. 100g Marmelade (sehr lecker (auch in Joghurt) wenngleich für den normalen Gebrauch sehr süß: Traubenmarmelade mit Ananassaft)

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Rührschüssel, eine kleine Rührschüssel für die Mehlmischung.

Bevor es losgeht

Marmelade herstellen (optional). Eine quadratische Backform (20x20cm) über Kreuz mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Mehl, Zimt, Backpulver und Salz in der kleinen Schüssel mischen. Mandeln abwiegen.

Zweiter Schritt

Butter mit beiden Zuckersorten mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Anschließend das Eigelb hinzugeben und gut durchmischen. Auf niedriger Stufe weiterrühren und die Mehlmischung hinzugeben bis eine homogene Masse entstanden ist. Zum Schluss die gehobelten Mandeln unterheben.

Dritter Schritt

Die Hälfte des Teiges in die Backform geben und gut festdrücken. Die Marmlade mit der Rückseite eines Löffels auf dem Teigboden verteilen. Einen Rand von ca. 1cm lassen, damit die Marmelade an den Seiten nicht anbrennt. Den Rest des Teiges gleichmäßig auf dem Marmeladenspiegel verteilen und leicht andrücken.

Vierter Schritt

Die Schnitten ca. 25-30 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Vor dem Schneiden vollständig auskühlen lassen. Am besten schneiden sie sich, wenn sie im Kühlschrank gekühlt wurden.

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