Juni 2012

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Alljährlich im späten Frühling werde ich zur jagenden Sammlerin duftender Holunderblütendolden. Das durch zeit- wie witterungsbedingte Umstände stets gefährdete Abenteuer dient der Herstellung eines feinen Blütensirups, der wiederum zur Anfertigung einer herrlich-cremigen Holunderblütentorte vonnöten ist. Stolz darf ich berichten, dass mir dieses Meisterstück aller Unwägbarkeiten zum Trotz auch im Jahr 2012 geglückt ist!

Unschwer ist erkennbar, dass es sich bei dieser wertvollen Torte um eine auserlesene Rarität handelt. Und auch wenn ich als Kuchengutmensch immerfort hinaus posaune, dass Kuchen zum Teilen da ist und nur der gemeinsame der wahre Kuchengenuss ist, so wird meine Tugendhaftigkeit angesichts des zarten Holunderblütenaromas auf eine harte Probe gestellt! Die Frage lautet also: Wie teilen, ohne selbst leer auszugehen?

Die Lösung findet sich in der Mathematik. Im Land der Logik und der Zahlen kann man zwar – welch Unglück – keine Rechtfertigung dafür aufgabeln, dass das Einbehalten einer ganzen Torte für den Eigenbedarf unbedenklich oder gar gerecht sei. Doch immerhin kann man glasklar und objektiv sicherstellen, dass die genaue Portionierung der Torte – wenn man sie schon teilen muss – wenigstens mathematisch präzise erfolgt. Denn nichts wäre schlimmer, wenn sich einer der Kuchentafelteilnehmer das Recht heraus nähme zu tun, woran man selbst immerzu denkt: Das holde Törtlein mir allein!

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