März 2013

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Ton in Ton ist kompetent.

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Nichts finde ich kompetenter als das. Daher gab’s heute, den Kuchen zum Schmuck!

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Es war kurz vor dem erneuten Wintereinbruch. Die ersten Sonnenstrahlen hatten sich zum zaghaften Vogelgezwitscher hinzugesellt und eine unbändige Lust auf Zitronenkuchen nahm von mir Besitz. Offenbar hatte ich auf dem Weg zum Supermarkt eine Überdosis der flüchtigen Sonnenstrahlen getankt.

Und so hieß es nach erweiterter amerikanischer Redensart: When life gives you lemons, make lemon cake and lemon bars and lemon scones and lemon tart…

…und siehe da, es ward endlich Frühling!

Mein vorösterlicher Weg führte mich nach Florenz. Zurecht rühmt sich die Stadt mit Großmeistern wie Dante und da Vinci und all das ist äußerst sehenswert. Aber auch Kuchen ist eine Kunst und nur die hatte ich im Sinn. Vorweg muss ich sagen, dass ich die Italiener der Kuchenkunst eher wenig kundig wähnte. Das liegt sicher nicht unwesentlich an mir, denn ich bin vorher noch nie in Italien gewesen. Vermutlich liegt es aber auch daran, dass Italien mit fluffigem Tiramisù, cremiger Panna Cotta und knusprigen Cannoli schon die Dessertexportschlagerobergrenze erreicht hat und man für italienischen Kuchen tatsächlich nach Italien fahren muss.

Florenz-Panorama

Firenze

Statt mich im süßen Nichtstun zu verlieren, habe ich also der florentinischen Version italienischen Kuchens nachgestellt und dazu die Essgewohnheiten der Einheimischen beäugt. Italiener sind keine Zuhausefrühstücker. Sie kredenzen sich an der Bar einen Espresso oder Cappuccino, tauschen sich mit dem Barista oder Mitespressotrinker ihres Vertrauens aus und nehmen dazu ein Stück Gebäck auf die Hand. In der Regel handelt es sich um cremegefüllte Cornettos oder Brioches, eine Art italienisches Croissant, das an dieser Stelle aber nicht interessiert. Zu meinem Entzücken durfte ich nämlich feststellen, dass auch Kuchen gefrühstückt wird. Der Handlichkeit wegen im Miniformat, ab und an sichtet man aber auch ein ausgewachsenes Exemplar. Die süßen Küchlein heißen Budino di Riso, Ricotina, Crostata oder Torta della Nonna. Allen Varianten ist ein Schutzwall aus Mürbeteig gemein, der wahlweise Reispudding, Ricottacreme, Marmelade oder Crema mit Pinienkernhaube in seine Schranken weist. Die Kleinen sind allesamt erleuchtend-cremig, allen voran das Budino di Riso. Dank der Kreuzung aus Tarte und Milchreis schließt das gewähnte Kuchenniemandsland Italien dicht an Frankreich auf!

Die Einnahme von Budino di Riso und Ricotina empfehle ich im Gran Caffè San Marco. Es ist nicht nur eines der ältesten Kaffeehäuser der Stadt, es hat auch das italienischste Flair, die schönste Kaffeemaschine und die schönsten Kaffeemaschinenbediener.

Die Crostata habe ich im Mercato Centrale aufgelesen,…

Crostata

…die Torta della Nonna im Dolci & Dolcezze (ein hinreißender Ort)…

Florenz-Dolci-dolcezzeFlorenz-Dolcezze Kuchenplatten

….und weil ich ja schließlich nicht zum Nichtstun in Florenz war, gab’s im I Dolci di Patrizio Cosi noch ein Millefoglie Glassato al Pistacchio.

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