August 2013

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Die Bäckerin ist urlaubsreif. Das behauptet auch die Crème Brûlée Tarte, die nicht umsonst nur ausschnittweise gezeigt werden kann.  Backofen und Tastatur legen eine kleine Verschnaufpause ein und melden sich im September zurück.

Creme Brulee Tart

Sommerzeit ist Grillzeit! Maiskolben sind dieser Tage also gut im Geschäft. Natürlich stellt sich da sofort die Frage, ob sie nicht nur die vegetarische Grillkultur aufwerten, sondern auch in die Backwelt Einzug halten können. Die Antwort lautet: Ja!

Von der Idee bis zur Umsetzung vergehen bei mir meist mehrere Wochen, im Fall von Saisongemüse meist mehrere Jahre. Gemüse und Kuchen ist zudem ein Thema, was jenseits von Möhren, Kürbis, Zucchini und ein paar wagemutigen Rote Beete Abenteuern weitgehend unerforschtes Terrain darstellt. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass Kuchenexperimente meist nicht besonders erfreulich enden. Weder für den Kuchen, noch für mich. Umso mehr erfreut es mich, dass ich mich im wahrsten Sinne des Wortes getraut habe mit dem Feuer zu spielen, Maiskolben angekohlt und püriert in einen Rührteig gebacken und so in einen grill- wie sommertauglichen Kuchen verwandelt habe, der es vermögen könnte, Karnivoren und Vegetarier im Nachtisch zu vereinen.

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Maiskuchenschnitten (Selbst erdacht mit einer Prise Inspiration von hier)

Zuckermais zum Nachtisch! Die Maiskuchenschnitten leiden ein klein wenig unter optischem Understatement. Man könnte dieses mit Puderzucker kaschieren oder ihnen besser noch eine große Portion Sahne an die Seite stellen. Die Abstriche in der Optik sind dann schnell vergessen!

Zutaten

2 frische Maiskolben

125g weiche Butter

150g brauner Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eier

155 g Mehl

1/2 TL Salz

50g gehobelte Mandeln

Schüsselbedarf

Eine große Mixerschüssel, eine kleine Schüssel für Mehl und Salz.

Bevor es losgeht

Die Maiskolben aus ihrer Hülle pellen und über einer Gasflamme oder einem Gaskocher rundherum knisternd ankohlen lassen. Die Maiskörner vom Kolben schneiden. Die Hälfte fein pürieren, die andere Hälfte intakt lassen.* Mehl und Salz in einer kleinen Schüssel vermengen. Eine quadratische Kuchenform (20 cm) mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Butter, braunen Zucker und Vanillezucker in der Küchenmaschine etwa zwei Minuten cremig schlagen. Seitenränder mit dem Teigschaber sauber streichen.

Zweiter Schritt

Die Eier einzeln hinzugeben und die Seitenränder säubern. Die Butter-Ei-Mischung danach etwa vier Minuten auf hoher Stufe aufschlagen.

Dritter Schritt

Auf niedriger Stufe das Mehl hinzugeben und verrühren. Anschließend pürierte und ganze Maiskörner sowie Mandeln zugeben und vermischen. Den Teig in die Form geben und ca. 35 Minuten goldbraun backen.

* Ich wollte den Mais nicht bis zur Unkenntlichkeit zerkleinern, denn er sollte sich ja zur Schau tragen können! Beim nächsten Mal würde ich allerdings in Erwägung ziehen alle Maiskörner zu pürieren, um den Kuchen noch saftiger zu machen.

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Poundcakes sind reichhaltige Kuchen. Traditionell zubereitet enthalten sie jeweils ein Pfund Butter, Zucker, Mehl und Ei. Bleibt man dem Pfund treu, entstehen riesige Mengen samt-saftigen Butterkuchens. Das hat den Vorteil, dass man mit wenig Aufwand viele Kuchenmäuler füllen kann. Überhaupt ist der Poundcake ein äußerst sommertaugliches Backvorhaben, denn großartig Nachdenken braucht der sonnenerhitzte Kopf bei nur vier Zutaten zu gleichen Anteilen nicht: einfach Zucker und Butter cremig rühren (lassen), die Eier zugeben und weiter rühren. Zum Schluss das Mehl unterheben. Der Ofen erledigt den Rest.

Ganz so einfach habe ich es mir aber nicht gemacht, denn es ist Beerenzeit und zur Beerenzeit sollte man seinen Poundcake auf gar keinen Fall beerenfrei genießen. Dabei erweist sich die Blaubeere für die geschmacklich-optische Aufhübschung als ideales Früchtchen. Unter den Sommerbeeren ist sie die gefälligste Kuchenbeere, denn sie gerät erst in der Hitze des Backofens aus der Form und bildet leuchtend lilafarbene Blaubeerseen inmitten der weichen Poundcakehülle. Eine Offenbarung für all die, wo auf Butter und Beeren stehen!

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Blaubeerpoundcake (Martha Stewart sei Dank!)

Eine fortgeschrittene Version des klassischen Poundcakes. Sommerfrisch durch Blaubeeren und Crème Fraîche. Der Poundcake lässt sich für kalte Tage wunderbar scheibenweise einfrieren. Wer keinen Kuchen im Eisfach horten möchte, kann das Rezept mehr oder weniger problemlos halbieren. 9 Eier geteilt durch 2 gleich 4,5. Frei nach dem Motto „mehr ist mehr“ würde ich ganz klar fürs Aufrunden plädieren!

Zutaten

420g Mehl

1 EL grobes Salz

345g weiche Butter

125g Crème Fraîche

400g Zucker

1 EL Vanilleextrakt

9 Eier

2 EL Mehl

300g Blaubeeren

Schüsselbedarf

Eine große Mixerschüssel, eine mittlere Schüssel für Mehl und Salz, eine mittlere Schüssel zum Aufschlagen der Eier, eine mittlere Schüssel für Blaubeeren und Mehl.

Bevor es losgeht

Die Blaubeeren waschen und trocknen und in einer mittleren Schüssel in 2 EL Mehl wenden bis sie eingehüllt sind. Zwei Kastenformen (etwa 13x22cm) mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Erster Schritt

Mehl und Salz in einer mittleren Schüssel vermengen. Eier in einer mittleren Schüssel schaumig verrühren.

Zweiter Schritt

Butter, Crème Fraîche und Zucker in der Küchenmaschine auf hoher Stufe etwa acht Minuten lang schlagen, bis die Mischung schaumig und erblasst ist. Den Schüsselboden und die Seitenränder mit einem Teigschaber sauber streichen. Vanille zugeben und unterrühren.

Dritter Schritt

Die Eimasse in vier Schritten zugeben, die einzelnen Portionen gut unterrühren und nach jedem Schritt erneut Seitenränder sauber streichen.

Vierter Schritt

Auf niedriger Stufe in vier Schritten die Mehlmasse hinzugeben. Nicht zu gründlich verrühren. Anschließend die mehlummantelten Blaubeeren unterheben. Den Beerenteig auf die beiden Kastenformen verteilen und etwa 70 Minuten goldgelb backen.

Der Poundcake gefällt sich selbst wie den Kuchenfeinschmeckern mit Zitronenzuckerguss- oder Puderzuckerhaube, leicht gesüßter Sahne oder aber pur!

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