Februar 2014

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Wer in Sachen Backen mal wieder eine richtige Überraschung erleben möchte, dem sei das folgende Rezept empfohlen. Als ich darauf gestoßen bin, ist mir angesichts der Pastafüllung zunächst ein Hauch von Skepsis durch den Kopf geweht. Doch dieser hat nicht lange vorgehalten, denn brennend hat mich interessiert, wie sich diese reichhaltige Pasta-Tarte auf einer heimischen Kaffeetafel machen würde.

So viel ist sicher: Für eine kulinarische Horizonterweiterung ist man in Italien immer an der richtigen Adresse. Noch dazu wird man durch den Verzehr nur eines Stück Kuchens in einen Zustand versetzt, den man normalerweise erst nach mehreren köstlichen Gängen italienischer Kost erreicht: satte Zufriedenheit!

In diesem Sinne, buon appetito!

Pasta-Tarte3

Ricotta-Pasta-Tarte (von Myriam Zumbühl. Fast original…ich war so frei den Schokoladenanteil sowohl zu erhöhen als auch zu variieren)

Diese Tarte ist eine Tarte ganz eigener Art. Ob das ihrer sizilianischen Herkunft geschuldet ist, vermag ich nicht zu sagen, denn ich bin selbst nie auf der größten aller großen Mittelmeerinseln gewesen. Dass einem im Schatten der Cosa Nostra nicht nach einem luftig-leichten Küchlein, sondern nach etwas mehr Substanz zumute ist, scheint mir allerdings nicht völlig abwegig. Doch egal wo die Wurzeln dieser Tartekreation liegen, sie ist erfrischend köstlich und wohltuend unkonventionell.

Zutaten

Für den Teig

225g weiche Butter

175g Zucker

4 Eigelb

450g Mehl

Für die Füllung

450g Ricotta

1 Eigelb

115g Zucker

1EL Zimt

Saft und Schale von 1 Zitrone

500ml Milch

30g Zucker

Schale von 1 Zitrone

1 Prise Salz

175g Capellini (Engelshaar-Pasta)

1 Eiweiß

30g Zartbitterschokolade in Stückchen

30g Vollmilchschokolade in Stückchen

Puderzucker

Schüsselbedarf

Eine große Schüssel für den Teig, eine kleine Schüssel für das Mehl, eine große Schüssel für die Füllung, ein großer Topf für die Pasta, ein Rührbecher für den Eischnee.

Bevor es losgeht 

Eine Springform (24cm) mit Backpapier auslegen. Die Eier trennen und eine Verwendung für die verbliebenen Eiweiß finden.

Erster Schritt

Butter und Zucker mit der Küchenmaschine cremig aufschlagen. Anschließend Eigelb und nach und nach das Mehl hinzufügen. Vermischen bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Den Teig in Klarsichtfolie einwickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Zweiter Schritt

Den Ofen auf 190°C vorheizen. Ricotta und Zucker, Zimt, Zitronensaft und -zitrone sowie das Eigelb in der großen Schüssel verrühren.

Dritter Schritt

Die Milch im Topf zum Kochen bringen. Zucker, Zitronenschale und Salz unterrühren. Anschließend die Pasta hinzugeben und so lange unter ständigem Rühren gar ziehen lassen, bis die Milch vollständig aufgesogen ist. Die Masse etwas auskühlen lassen.

Vierter Schritt

Das Eiweiß steif schlagen.

Fünfter Schritt

Warme Pasta zur Ricottamischung geben. Anschließend das Eiweiß zugeben. Zum Schluss beide Sorten Schokoladenwürfel zugeben.

Sechster Schritt

Zweidrittel des Teiges auf einer bemehlten Arbeitsfläche kreisrund ausrollen. Der Teig wird brechen, aber so kann man ihn in größeren Stücken in die Form hieven und die Stücke anschließend zusammendrücken. Den Rest des Teiges in Springformgröße ausrollen und daraus ca. 1 cm breite Streifen ausschneiden (schön wird’s mit einem geriffelten Teigrad).

Siebster Schritt

Die Pastafüllung in den Boden füllen und die Oberfläche in Gitterform mit den Streifen schmücken. Die Streifenenden am Teigrand festdrücken. Die Tarte für ca. 50 Minuten backen, bis sie goldgelb ist. Wenn sie abgekühlt ist, dick mit Puderzucker bestreuen.

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