März 2015

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Es gibt Zutaten, die mit kulinarischer Schaffenskraft zu bedenken im Grunde genommen völlig unnötig ist. Die Avocado ist so ein Fall und braucht eigentlich nicht mehr als ein wenig Salzbegleitung. Und dennoch sollte man in der Backstube hin und wieder etwas Abwegiges wagen.

An diesem Poundcake von der Avocado ist rein gar nichts zu beanstanden. Er ist süß, weich und saftig. Wenig verwunderlich, wenn man Avocadopüree mit Butter paart. Der Hauch von Grün steht dem Kuchen sehr gut, von der Avocado schmeckt man erwartungsgemäß jedoch nicht besonders viel. Das macht aber nichts: Wie sich gezeigt hat, ist der Kuchen nämlich primär Trägerstoff für den Zuckerguss aus Puderzucker und schwarzer Johannisbeere. Dieser ist so dermaßen hitverdächtig, dass man sich fragt, wie man so lange Backjahre ohne dieses Farbwunder ausgekommen ist.

Man merke sich folgendes: Wer wagt, gewinnt!

Avocado-PoundcakeAvocado-Pouncake mit Johannisbeerzuckerguss (adaptiert von Chatelaine)

Es ist schon fast ein wenig niedlich, wie extremst zuckerhaltigem Nachtisch dieser Tage von health- und super food-Jüngern gesundheitsfördernde Qualitäten zugeschrieben wird. Ich bin nicht ganz sicher, wie eine so verschwindend geringe Menge Beeren, die noch dazu von Unmengen an Zucker gezähmt wird, freie Radikale einfangen soll. Solange die Gesundheitsfoodies derart kreative Kost hervorbringen, soll’s mir aber recht sein. Dieser Zuckerguss ist jedenfalls ein Beleg dafür, dass auch abwegige Ideen Gutes hervorbringen. Das Originalrezept hat Himbeeren vorgesehen. Ich habe das leuchtende Kuchendressing aus schwarzen Johannisbeeren hergestellt.

 

Zutaten

Für den Kuchen

2 Eiweiß

25g Zucker

80g weiche Butter

1 sehr reife Avocado (püriert)

125g Zucker

1 Eigelb

60ml Milch

1 TL Vanilleextrakt

200g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

 

Für den Zuckerguss

70g schwarze Johannisbeeren (gefroren gewogen und anschließend aufgetaut)

90g Puderzucker (ggf. etwas mehr oder weniger)

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, eine kleine Schüssel für den Eischnee, eine kleine Schüssel für die Mehlmischung, eine kleine Schüssel für den Zuckerguss, einen Rührbecher zum Pürieren der Avocado und der Johannisbeeren

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (22×11 cm) mit Backpapier auslegen, mit Butter einreiben und mit Mehl bestäuben. Die trockenen Zutaten vermengen. Die Avocado pürieren. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Erster Schritt

Das Eiweiß in der großen Rührschüssel steif schlagen. Wenn sich erste Spitzen formen, den Zucker einrieseln lassen und die Mischung zu festem Eischnee verschlagen. Den fertigen Eischnee mit einem Teigschaber in die kleine Schüssel umfüllen.

Zweiter Schritt

Avocadopüree und Butter in die große Rührschüssel geben und schaumig schlagen. Anschließend den Zucker zufügen und gut aufschlagen. Eigelb, Milch und Vanille dazugeben.

Dritter Schritt

Abwechselnd je die Hälfte des Mehls und des Eischnees mit der Hand unter die Avocado-Zucker-Masse rühren und den fertigen Teig in die Kastenform füllen. Ca. 60 Minuten backen und den Kuchen nach 30 Minuten ggf. mit Alufolie abdecken, wenn er zu viel Farbe annimmt. Den fertigen Kuchen 10 Minuten abkühlen lassen und aus der Form lösen. Vollständig abkühlen lassen.

Vierter Schritt

Für den Zuckerguss die Beeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Es sollten gut 2 bis 3 Esslöffel Püree übrig bleiben. Das Beerenpüree mit dem Puderzucker mischen. Der Guss sollte etwas fester sein, damit man ihn mit einer Spitztülle gut auf dem Kuchen verteilen kann!

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Das Schwächeln der Sonne ist ein guter Anlass, um sich ein wenig Schokoladenkuchen zu Gemüte zu führen. Schokolade und Butter zu schmelzen wirkt meditativ und stimmungsaufhellend. An beidem ist – bis der Frühling endgültig angekommen ist – stets Bedarf und dass man diesen Kuchen auch seinen von Glutenunverträglichkeit geplagten Wochenendgästen anbieten kann, macht diese Backsache gleich doppelt schön.

Buchweizen-SchokoladenkuchenSchokoladen-Buchweizenkuchen (von David Lebovitz)

Während Gluten enthaltende Kuchen bestens in Form bleiben und in der Mitte eine stolz erhobene Kuppel formen, sind die glutenfreien Backwerke in dieser Hinsicht etwas schwach auf der Brust. In Cremigkeit und Saftigkeit sind sie jedoch kaum zu überbieten (man möge auch hier schauen und kosten) und außerdem muss beim Sonntagskaffee fortan niemand mehr auf der Strecke bleiben.

Zutaten

170g Zartbitterschokolade

115g Butter

4 Eigelb

30g Zucker

100g Joghurt

1 TL Vanilleextrakt

1/2 TL Salz

75g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse

35g Buchweizenmehl

4 Eiweiß

30g Zucker

 

Schüsselbedarf

Ein großer Topf, eine mittlere Rührschüssel, eine kleine Schüssel für die Mehl-Nuss-Mischung, ein hoher Rührbecher für den Eischnee

Bevor es losgeht

Eine Springform (20 cm) mit Backpapier auslegen, mit Butter einreiben und mit Buchweizenmehl bestäuben und abklopfen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Butter und Schokolade vollständig schmelzen und ein wenig auskühlen lassen.

Erster Schritt

Eigelb, Zucker, Joghurt, Vanileextrakt und Salz in der mittleren Schüssel verrühren und unter die Schokoladenmischung rühren. Nüsse und Buchweizenmehl in der kleinen Schüssel mischen, zu der Schokoladenmasse geben und unterrühren.

Zweiter Schritt

Das Eiweiß im Rührbecher schlagen bis sich Spitzen formen. Dann den Zucker hinzugeben und das Eiweiß vollständig steif schlagen.

Dritter Schritt

Zunächst ein Drittel des Eischnees unter die Schokoladenmasse heben. Anschließend in zwei weiteren Portionen den restlichen Eischnee dazugeben. Den Teig in die Backform füllen und ca. 30 Minuten backen. Der Kuchen sollte sich gesetzt haben, in der Mitte aber noch weich sein. 10 Minuten auskühlen lassen und dann aus der Form lösen. Schmeckt solo oder im Duett mit Sahne.

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Die Zeichen stehen auf Sonne! Es gilt also keine Zeit zu verlieren, um unter freiem Himmel Sonnenenergie zu tanken! Der gesammelte Schwung lässt sich während der nächtlichen Ruhestunden des Himmelskörpers außerdem prima dazu nutzen, dem Mund eine Freude zu backen und ihm pünktlich zum nächsten Sonnenaufgang einen Bissen Sonnenschein aus Butter, Mandeln, Ricotta und Zitrone zu kredenzen!

Zitronen-Ricotta-Kuchen1

Zitronen-Ricottakuchen (aus der Januarausgabe 2015 des Magazins Eve)

Dieser Kuchen ist saftig, knackig und frisch zugleich. Viele Mandeln, wenig Mehl, fruchtige Zitronen: Sowohl die eckige als auch die runde Variante lässt auf dem Gaumen die Sonne aufgehen.

Zutaten

150g weiche Butter

160g Zucker

4 Eigelb

2 Zitronen (Saft und Schale)

250g Ricotta

80g Mehl

160g gemahlene Mandeln

2 TL Backpulver

4 Eiweiß

1 Prise Salz

Puderzucker zum Dekorieren

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, eine kleine Schüssel für die Mehlmischung, ein hoher Rührbecher für den Eischnee, eine kleine Schüssel für Zitronensaft und -schale.

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (ca. 30 cm) mit Backpapier auslegen. Meine Kastenform war nicht so lang, so dass ich noch zwei Minispringformen (11 cm) abzweigen konnte.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Zitronen waschen und die Schale abreiben und entsaften.

Mehl, Mandeln, Backpulver in der kleinen Schüssel vermischen.

Erster Schritt

Die Butter mit dem Zucker und den Eigelben in der Küchenmaschine cremig und hell aufschlagen. Anschließend Ricotta sowie Zitronensaft und -schale dazugeben. Gut verrühren.

Zweiter Schritt

Die Mehl-Nuss-Mischung unter die Creme rühren. Anschließend den Eischnee unterheben. Den Teig in die Backform/Backformen geben und je nach Größe der Form/Formen bis zu einer Stunde backen. Meine kleinen Kuchen haben ca. 30 Minuten gebraucht. Meine mittelgroße Kastenform gute 45 Minuten.

Zu guter Letzt

Den Kuchen auskühlen lassen und ggf. mit Puderzucker schmücken!

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