Cupcakes-Muffins

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Dieser Tage kann man sich die Zutaten für den Sommerkuchen am Wegesrand zusammensuchen. In der Nähe meiner Backstube bin ich mit Maulbeeren und Felsenbirnen gesegnet und die Brombeersaison ist ebenfalls nicht weit.

Maulbeeren gehören zu meinen neuen Lieblingsfrüchten. Sie schmecken köstlich und widersetzen sich standhaft der kapitalistischen Kommodifzierung, indem die Maulbeerfrüchte nicht zeitgleich reifen und im reifen Zustand lange Transportwege verweigern. An dieser nonchalanten Widerstandseleganz sollten wir Menschen uns ein Beispiel nehmen.

Ingredients for summer cake can presently be foraged on the wayside. I am blessed with mul- and juneberries and look forward to the upcoming blackberry season.

Mulberries have become one of my favorite berries. They taste delicious and staunchly resist capitalist commodification in that the berries do not ripen at the same time and, once ripened, refuse long-distance transport. We humans should learn a lesson from this nonchalant elegance of resistance. 

Maulbeerküchlein (Basiert auf diesem Rezept aus Bon Appétit)

Nicht jeder mag Muße verspüren, sich in der freien (Stadt-)wildbahn Beeren und Früchte zusammenzusammeln. Manch einer hat das Sammeln dank eigener oder nachbarlicher Gartenfrüchte erst gar nicht nötig. Für all die, die auf den Supermarkt angewiesen sind, gibt es jedoch gute Nachrichten: diese Küchlein lassen sich auch prima mit gekauften, gefrorenen oder frischen Blau-, Him- und Brombeeren kredenzen.

Mulberry Cakelets (Based on this recipe from Bon Appétit)

Foraging for berries in the (urban) wild might not be for everyone. Thanks to homegrown berries from own or neighborly gardens you might not even have a need to put your forage shoes on. For everyone whose primary food source is the supermarket, there is good news: these cakelets can be made with store-bought blue-, rasp- or blackberries – fresh or frozen.

 

Für den Teig / For the batter

125g Mehl / flour

3/4 TL Backpulver / baking powder

1/2 TL Salz / salt

2 Eier / eggs

1 Eigelb / egg yolk

200g Zucker / sugar

60g Butter, geschmolzen / butter, melted

60g Joghurt oder Crème Fraîche / yogurt or sour cream

1 1/2 TL Mandelextrakt / almond extract

2 TL Zitronenabrieb / lemon zest

 

Für die Garnitur / For the garnish

ca. 100-120g Maul- und/oder Junibeeren / mulberries and/or juneberries

1 EL Rohrzucker / raw sugar

 

Schüsselbedarf / Bowl requirements

Eine mittelgroße Rührschüssel für die Mehlmischung. Eine große Rührschüssel für die Butter-Zucker-Eimischung.

A medium mixing bowl for the flour mixture. A large mixing bowl for the butter-sugar-egg-mixture.

 

Bevor es losgeht / Before getting started

Ein Muffinblech mit Förmchen bestücken (12 Stück).

Equip a muffin tin with liners (makes 12).

 

Erster Schritt / First step

Mehl, Backpulver und Salz in der mittleren Rührschüssel vermengen. In der großen Rührschüssel Zucker, Eier und Eigelb mische und mit der Küchenmaschine ca. 2 Minuten schaumig rühren.

In the medium bowl, mix flour, baking powder and salt. In the large bowl mix eggs, egg yolk and sugar. Mix in the stand mixer for about 2 minutes.

Zweiter Schritt / Second step

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Butter, Joghurt, Mandelextrakt und Zitronenabrieb unter die Ei-Zucker-Masse geben. Anschließend die trockenen Zutaten untermischen. Den Teig nochmal gut vermischen und in die Backform bzw. die Muffinsform geben. Mit ein paar Beeren garnieren und im Ofen ca. 45 Minuten (Springform) bzw. ca. 25 Minuten (Muffins) backen. Wer mag kann auf der Hälfte der Backzeit ein wenig groben Zucker über den Kuchen (die Muffins) streuen.

Preheat oven to 350°F. Add butter, yogurt, almond extract and lemon zest to the egg-sugar mixture. Add dry ingredients and mix until no flour is visible anymore. Fill batter into pan and garnish with a few berries. Bake for approximately 45 minutes (springform), respectively 25 minutes (muffins). If desired, sprinkle cake (muffins) with raw sugar half way through the baking time.

 

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Nach Quinoa & Co. ist mit dem Chiasamen ein neuer Stern am kulinarischen Himmel aufgegangen. In immer größeren Mengen schippern die schwarzen Samen dieser Tage aus dem Land der Maya über den Atlanik, um die Müsli- und Smoothiekreationen europäischer Großstädter aufzuwerten. Vor allem unter Veganern erfreuen sich die Minisamen großer Beliebtheit, denn mit Flüssigkeit versetzt quellen diese auf und eignen sich wunderbar als Eiersatz. Beruhigend, dass sich offenbar auch Veganer entscheiden müssen, wen oder was sie retten wollen. Beides – das Huhn und das Klima – geht chiaessend jedenfalls nicht.

Anstatt entweder oder, möchte ich hier jedoch einen politisch-kulinarischen Mittelweg vorschlagen und für einen maßvollen Chiasamengenuss plädieren. All denjenigen, die bereit sind, mir auf diesem Pfad zu folgen, sei die Herstellung dieser Zitronen Chia-Küchlein empfohlen. Wenngleich Chiasamen keinen aufregenden Eigengeschmack mitbringen, sind sie dennoch eine knackige Überraschung in diesem saftigen Zitronenrührteig und eine willkommene Abwechslung im mohndominierten Zitronenkuchensektor. Eine solche darf man sich, wie ich finde, ab und an durchaus mal gönnen.

Zitrone-Chia-KüchleinZitronen Chia-Küchlein (von der Website Food & Wine)

Wer sich mit dem Muffinformat schwertut oder lieber einen prächtigen Kuchen präsentieren möchte, kann den Teig ebenfalls wunderbar in einer Spring- oder Kastenform backen. Wenngleich die kandierten Zitronenscheiben äußerst schick sind, werden sie von den Kuchenessern erfahrungsgemäß nicht mitgegessen. Man kann sich die Zitronenscheibendekoration also durchaus auch sparen und den Kuchen stattdessen einfach mit Zuckerguss und ein paar Chiasamen schmücken.

Zutaten

Für den Teig

2 EL Chiasamen

140g Joghurt

1 1/2 TL Zitronenschale

115g Butter

200g Zucker

195g Mehl

1/4 TL Backpulver

1/4 TL Natron

1/4 TL Salz

3 Eier

1 TL Vanille-Extrakt

 

Für den Sirup und die kandierten Zitronenscheiben

2 Zitronen (Anzahl der Scheiben = Anzahl der Muffins)

50g Zucker

60ml Wasser

30 ml Zitronensaft

 

Für den Zuckerguss

125g Puderzucker

2-3 EL Zitronensaft

 

Schüsselbedarf

Zwei mittlere Schüsseln, eine für die Chia-Joghurt-Mischung, eine für die Mehlmischung. Eine große Rührschüssel. Ein kleiner Topf und eine kleine Schüssel für den Zuckerguss.

Bevor es losgeht

Ein Muffinsblech mit Papierförmchen auslegen.

Erster Schritt

Joghurt, Chiasamen und Zitronenschale in einer mittleren Schüssel verrühren. Mehl, Backpulver, Natron und Salz in der zweiten mittleren Schüssel mischen. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Zweiter Schritt

Butter und Zucker mit der Küchenmaschine ca. 4 Minuten cremig aufschlagen. Vanille-Extrakt und die Eier je einzeln zugeben und gut verrühren. Anschließend drei Teile Mehlmischung und zwei Teile Joghurtmischung abwechselnd zugeben und gut vermischen

Dritter Schritt

Den Teig in die Muffinförmchen geben und ca. 20 Minuten backen.

Vierter Schritt

In der Zwischenzeit Wasser und Zucker aufkochen und die Zitronenschalen ca. 8 Minuten glasig kochen. Auf einem Abtropfgitter trocknen lassen. Den Zitronensaft mit dem Zuckersirup mischen. (Wenn man auf die kandierten Zitronenscheiben verzichten möchte, einfach den Zitronensaft zum Zuckersirup geben.)

Fünfter Schritt

Die fertigen Muffins mit einem Holzstäbchen mehrmals einstechen und gleichmäßig mit dem Sirup tränken.

Sechster Schritt

Aus Puderzucker und Zitronensaft einen Zuckerguss herstellen und auf den Muffins verteilen. Etwas antrocknen lassen und mit Zitronenscheiben und ein paar Chiasamen dekorieren.

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Wohl dem, dessen Arbeitsplatz sich neben einem Apfelbaum befindet und der gemeinsam mit dieser Gärtnerin in der Mittagspause Äpfel von den Bäumen schütteln kann. Da die rotbäckigen Schönheiten nicht etwa in einem Pflücknetz den Boden erreicht haben, sondern Newtons Schwerkraft direkt in die Arme gefallen sind, galt es schnell zu Handeln, bevor sich wohlmöglich noch ein Wurm in diese schöne Erntegeschichte gefressen hätte.

Apfelkuchen2Apfelkuchen4

Hat man sich derart viele Äpfel ans Bein gebunden (der Ästhetik wegen ist hier nur eine Auswahl zu sehen), ist es dringend erforderlich, pragmatisch zu bleiben. Erstens sollte man von aufwändigen Tartes absehen. Die brauchen zu viel Zeit. Zweitens sollte bedacht werden, dass man beim Verzehr von großen Mengen an Apfelbackwaren unweigerlich auf den Appetit seiner Mitmenschen angewiesen ist. Will man also schnell viele Äpfel zu Kuchen verarbeiten und diesen Kuchen möglichst schnell wieder loswerden, empfehle ich, so schnöde das klingen mag, Apfelmuffins zu backen. Von denen essen Besucher gerne auch mal zwei und hat man das Glück in einem großstädtischen Mietshaus zu wohnen, kann man die von den Backmanschetten geschützten Küchlein einfach auf der Fußmatte platzieren und sich davon stehlen.

Apfelkuchen5

Apfelmuffins mit Mandeln und Rosmarin (ein Rührteigrezept von anno irgendwann, Quelle nicht mehr auffindbar)

Apfelmuffins backen ist kein spektakuläres Backerlebnis. Im Fall einer Apfelschwemme ist das auch gut so, denn mit dem Schälen der zahllosen halb angeschlagenen Äpfel hat man alle Hände voll zu tun. Immerhin kriegt man bei diesem Rezept eine Wolke schimmernden Eischnees zu Gesicht. Geht der Rosmarin aus, lassen sich auch Thymian oder Estragon verwenden. Sofern man den Estragon nicht in rauen Mengen verwendet, schmeckt man ihn kaum. Klingen tut es trotzdem gut!

Zutaten (für 12 Muffins)

200g weiche Butter

150g Zucker

1 Prise Salz

200g Mehl

1 TL Backpulver

2 Eier

2 Eigelb

2 Eiweiß

50g Zucker

1 Prise Salz

250g Apfelstückchen (oder ca. drei mittelgroße Äpfel)

50g gehobelte Mandeln

2-3 Zweige fein gehackte Rosmarinnadeln

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, zwei kleine Rührschüsseln: eine für das Mehl, eine für die Apfelstückchen, ein Rührbecher für den Eischnee.

Bevor es losgeht

Mehl und Backpulver in einer der kleinen Schüsseln mischen. Rosmarin hacken. Muffinsform mit Manschetten auslegen. Die Äpfel in Stücke schneiden. Zum Schluss den Ofen auf 170°C vorheizen.

Erster Schritt

Butter, Zucker und Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät etwa 10 Minuten weiß und cremig aufschlagen. Die Ränder sauber streichen.

Zweiter Schritt

Zwei der Eier trennen. Ganze Eier und Eigelb hinzufügen und gut verrühren. Anschließend die Mehlmischung unterrühren.

Dritter Schritt

Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dabei den Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee unter den Teig heben.

Vierter Schritt

Äpfel, Mandeln und Rosmarin unterheben und die Muffinsmulden mit Teig füllen. Die Muffins etwa 30 Minuten backen, auskühlen lassen und ggf. ausliefern.

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