Cupcakes-Muffins

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Nach Quinoa & Co. ist mit dem Chiasamen ein neuer Stern am kulinarischen Himmel aufgegangen. In immer größeren Mengen schippern die schwarzen Samen dieser Tage aus dem Land der Maya über den Atlanik, um die Müsli- und Smoothiekreationen europäischer Großstädter aufzuwerten. Vor allem unter Veganern erfreuen sich die Minisamen großer Beliebtheit, denn mit Flüssigkeit versetzt quellen diese auf und eignen sich wunderbar als Eiersatz. Beruhigend, dass sich offenbar auch Veganer entscheiden müssen, wen oder was sie retten wollen. Beides – das Huhn und das Klima – geht chiaessend jedenfalls nicht.

Anstatt entweder oder, möchte ich hier jedoch einen politisch-kulinarischen Mittelweg vorschlagen und für einen maßvollen Chiasamengenuss plädieren. All denjenigen, die bereit sind, mir auf diesem Pfad zu folgen, sei die Herstellung dieser Zitronen Chia-Küchlein empfohlen. Wenngleich Chiasamen keinen aufregenden Eigengeschmack mitbringen, sind sie dennoch eine knackige Überraschung in diesem saftigen Zitronenrührteig und eine willkommene Abwechslung im mohndominierten Zitronenkuchensektor. Eine solche darf man sich, wie ich finde, ab und an durchaus mal gönnen.

Zitrone-Chia-KüchleinZitronen Chia-Küchlein (von der Website Food & Wine)

Wer sich mit dem Muffinformat schwertut oder lieber einen prächtigen Kuchen präsentieren möchte, kann den Teig ebenfalls wunderbar in einer Spring- oder Kastenform backen. Wenngleich die kandierten Zitronenscheiben äußerst schick sind, werden sie von den Kuchenessern erfahrungsgemäß nicht mitgegessen. Man kann sich die Zitronenscheibendekoration also durchaus auch sparen und den Kuchen stattdessen einfach mit Zuckerguss und ein paar Chiasamen schmücken.

Zutaten

Für den Teig

2 EL Chiasamen

140g Joghurt

1 1/2 TL Zitronenschale

115g Butter

200g Zucker

195g Mehl

1/4 TL Backpulver

1/4 TL Natron

1/4 TL Salz

3 Eier

1 TL Vanille-Extrakt

 

Für den Sirup und die kandierten Zitronenscheiben

2 Zitronen (Anzahl der Scheiben = Anzahl der Muffins)

50g Zucker

60ml Wasser

30 ml Zitronensaft

 

Für den Zuckerguss

125g Puderzucker

2-3 EL Zitronensaft

 

Schüsselbedarf

Zwei mittlere Schüsseln, eine für die Chia-Joghurt-Mischung, eine für die Mehlmischung. Eine große Rührschüssel. Ein kleiner Topf und eine kleine Schüssel für den Zuckerguss.

Bevor es losgeht

Ein Muffinsblech mit Papierförmchen auslegen.

Erster Schritt

Joghurt, Chiasamen und Zitronenschale in einer mittleren Schüssel verrühren. Mehl, Backpulver, Natron und Salz in der zweiten mittleren Schüssel mischen. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Zweiter Schritt

Butter und Zucker mit der Küchenmaschine ca. 4 Minuten cremig aufschlagen. Vanille-Extrakt und die Eier je einzeln zugeben und gut verrühren. Anschließend drei Teile Mehlmischung und zwei Teile Joghurtmischung abwechselnd zugeben und gut vermischen

Dritter Schritt

Den Teig in die Muffinförmchen geben und ca. 20 Minuten backen.

Vierter Schritt

In der Zwischenzeit Wasser und Zucker aufkochen und die Zitronenschalen ca. 8 Minuten glasig kochen. Auf einem Abtropfgitter trocknen lassen. Den Zitronensaft mit dem Zuckersirup mischen. (Wenn man auf die kandierten Zitronenscheiben verzichten möchte, einfach den Zitronensaft zum Zuckersirup geben.)

Fünfter Schritt

Die fertigen Muffins mit einem Holzstäbchen mehrmals einstechen und gleichmäßig mit dem Sirup tränken.

Sechster Schritt

Aus Puderzucker und Zitronensaft einen Zuckerguss herstellen und auf den Muffins verteilen. Etwas antrocknen lassen und mit Zitronenscheiben und ein paar Chiasamen dekorieren.

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Wohl dem, dessen Arbeitsplatz sich neben einem Apfelbaum befindet und der gemeinsam mit dieser Gärtnerin in der Mittagspause Äpfel von den Bäumen schütteln kann. Da die rotbäckigen Schönheiten nicht etwa in einem Pflücknetz den Boden erreicht haben, sondern Newtons Schwerkraft direkt in die Arme gefallen sind, galt es schnell zu Handeln, bevor sich wohlmöglich noch ein Wurm in diese schöne Erntegeschichte gefressen hätte.

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Hat man sich derart viele Äpfel ans Bein gebunden (der Ästhetik wegen ist hier nur eine Auswahl zu sehen), ist es dringend erforderlich, pragmatisch zu bleiben. Erstens sollte man von aufwändigen Tartes absehen. Die brauchen zu viel Zeit. Zweitens sollte bedacht werden, dass man beim Verzehr von großen Mengen an Apfelbackwaren unweigerlich auf den Appetit seiner Mitmenschen angewiesen ist. Will man also schnell viele Äpfel zu Kuchen verarbeiten und diesen Kuchen möglichst schnell wieder loswerden, empfehle ich, so schnöde das klingen mag, Apfelmuffins zu backen. Von denen essen Besucher gerne auch mal zwei und hat man das Glück in einem großstädtischen Mietshaus zu wohnen, kann man die von den Backmanschetten geschützten Küchlein einfach auf der Fußmatte platzieren und sich davon stehlen.

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Apfelmuffins mit Mandeln und Rosmarin (ein Rührteigrezept von anno irgendwann, Quelle nicht mehr auffindbar)

Apfelmuffins backen ist kein spektakuläres Backerlebnis. Im Fall einer Apfelschwemme ist das auch gut so, denn mit dem Schälen der zahllosen halb angeschlagenen Äpfel hat man alle Hände voll zu tun. Immerhin kriegt man bei diesem Rezept eine Wolke schimmernden Eischnees zu Gesicht. Geht der Rosmarin aus, lassen sich auch Thymian oder Estragon verwenden. Sofern man den Estragon nicht in rauen Mengen verwendet, schmeckt man ihn kaum. Klingen tut es trotzdem gut!

Zutaten (für 12 Muffins)

200g weiche Butter

150g Zucker

1 Prise Salz

200g Mehl

1 TL Backpulver

2 Eier

2 Eigelb

2 Eiweiß

50g Zucker

1 Prise Salz

250g Apfelstückchen (oder ca. drei mittelgroße Äpfel)

50g gehobelte Mandeln

2-3 Zweige fein gehackte Rosmarinnadeln

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, zwei kleine Rührschüsseln: eine für das Mehl, eine für die Apfelstückchen, ein Rührbecher für den Eischnee.

Bevor es losgeht

Mehl und Backpulver in einer der kleinen Schüsseln mischen. Rosmarin hacken. Muffinsform mit Manschetten auslegen. Die Äpfel in Stücke schneiden. Zum Schluss den Ofen auf 170°C vorheizen.

Erster Schritt

Butter, Zucker und Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät etwa 10 Minuten weiß und cremig aufschlagen. Die Ränder sauber streichen.

Zweiter Schritt

Zwei der Eier trennen. Ganze Eier und Eigelb hinzufügen und gut verrühren. Anschließend die Mehlmischung unterrühren.

Dritter Schritt

Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dabei den Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee unter den Teig heben.

Vierter Schritt

Äpfel, Mandeln und Rosmarin unterheben und die Muffinsmulden mit Teig füllen. Die Muffins etwa 30 Minuten backen, auskühlen lassen und ggf. ausliefern.

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Unverhohlen muss ich zugeben, dass ich kein großer Fan von Cupcakes bin und mich bislang auch der Herstellung ebendieser verweigert habe! Die Dinger sind mir irgendwie zu niedlich, zu bunt, zu „heile Welt“, insbesondere dann, wenn sie im Tier- oder Blumenkostüm daherkommen! Der Cupcake ist der Muffin 2.0 und Starbucks und Co. sind bedauerlicherweise längst am Werk, auch die neue Generation des vormals köstlichen Kleingebäcks zu diskreditieren. Getrost habe ich den Cupcake also zu der Sorte Gebäck gezählt, deren Herstellung ich mich irgendwann in Ruhestandstagen einmal widmen würde, wenn mir alle anderen Inspirationen abhanden gekommen und mir zudem langweilig geworden sein sollte. Ähnliches galt bis dato auch für den Verzehr von Cupcakes! Bis ich auf diese wunderschönen Kreationen gestoßen bin…

…und mich zumindest in Sachen Verzehr außer Standes sehe, mich dem Cupcake fortan grundsätzlich zu verweigern! In Atlanta, in einem Laden, der sich völlig zutreffend, wenn auch ein wenig umständlich ‚The Great Cupcake Company‘ nennt, wird dem Cupcake mit natürlichen Zutaten und geschmackvollem Dekor die ihm gebührende Würde zurück gegeben! Ganz reizend ist, dass man alle Sorten sowohl in normalem als auch im Miniformat bekommt und, sollte man sich die „lästigen“ Teigböden ganz sparen wollen, so kann man sich auch einfach nur einen Schuss der köstlichen Glasuren verpassen! Welch raffinierter Einfall!

Hier sind wahrhaft begeisterte Liebhaber am Werk und bieten der Inflationierung und Überzuckerung des Cupcakes die Stirn! So hat mich insbesondere der Salted Caramel Cupcake bezirpst und um folgendes gebeten: „Please undress me!“

Meine Replik: „My pleasure darling! Anytime!“

P.S.: Mehr über die großartigen Cupcakes findet sich auch hier!

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