Käse-Cheese-Creme

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Zitronenschnitten sind eine feine Sache, wenn man für Gäste backt, deren kulinarische Vorlieben man nicht besonders gut kennt. Man läuft damit weder Gefahr, zum Urheber allergischer Schocks zu werden, noch irgend jemanden vom wohl verdienten Nachtisch auszuschließen. Noch feiner ist diese Zitronensache aber deshalb, weil ich auf der Suche nach einem unverfänglichen Backrezept im weltweiten Netz über eine ganz außergewöhnliche Variation dieses Schnittenklassikers gestolpert bin. Herausgekommen sind güldene Barren, auf die man nach dem ersten Bissen nie wieder wird verzichten wollen.

Lemon Bars NYTZitronenschnitten mit Olivenöl und Meersalzflocken (aus der New York Times)

„When life gives you lemons, make lemon bars.“ Diese Schnitten sind Kuchen gewordener Optimismus. Die süß-saure Creme thront auf einem knusprigen Shortbreadboden, der mit Butter und Zitronenzesten gespickt ist. Das Olivenöl macht die Creme noch fruchtiger und gaumenschmeichelnder und die knackigen Meersalzflocken sind am Gaumen ein Geschmacksgedicht.

Zutaten

Für den Teig

155g Mehl

50g Zucker

25g Puderzucker

1/4 TL feines Meersalz

Schale von einer Zitrone (insgesamt benötigt man 5 Zitronen)

140g kalte Butter

 

Für die Zitronencreme

180ml Zitronensaft (ca. 5 Zitronen)

Schale von 3 Zitronen

2 Eier

3 Eigelb

5g Speisestärke

1 Prise Salz

60g Butter

60ml fruchtiges Olivenöl

 

Für die Dekoration

Meersalzflocken

Puderzucker (optional)

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel und ein mittlerer Topf.

Bevor es losgeht

Eine eckige Backform (20 oder 23 cm) von beiden Seiten mit Backpapier auslegen. Die Zitronen waschen und die Schale von 1+3 Zitronen fein abreiben und zur Seite stellen. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Erster Schritt

Für den Shortbread-Boden die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Puderzucker, Salz), Zitronenschale und Butterstücke in eine Schüssel geben und schnell (falls möglich mit einem Pastry Blender) zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Alternativ kann man auch die Küchenmachine benutzen.

Zweiter Schritt

Den Teig gleichmäßig auf dem Boden der Form festdrücken und ca. 30 Minuten im Ofen goldgelb backen.

Dritter Schritt

In der Zwischenzeit die Zitronencreme herstellen. Dazu Zitronensaft, Zucker, Eier, Eigelb, Stärke und Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Die Masse muss kochen, damit die Creme eindickt, darf aber nicht länger als eine Minute kochen, damit sie nicht wieder flüssig wird. Wenn die Creme eingedickt ist, den Topf vom Herd nehmen und Butter und Olivenöl unterrühren.

Vierter Schritt

Die Zitronencreme auf den Shortbread-Boden geben und das Werk 20 Minuten backen, bis die Creme gerade stockt. Die Schnitten auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Die große Zitronenschnitte an den Backpapierenden aus der Form heben, die Ränder begradigen und in Quadrate schneiden.* Mit Meersalz und Puderzucker bestreuen und servieren.

*Für den Transport habe ich die Schnitten in Muffinsmanchetten gekleidet. Funktioniert wunderbar und sieht obendrein adrett aus.

 

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Wohl all denjenigen Kürbissen, in denen dieser Herbsttage mehr gesehen wird als eine Vorspeise. Während allenorts Kürbissuppen in den Kochtöpfen köcheln, träumt so manch ein Kürbis sicher von einer Existenz als Nachtisch. Ein Wunsch, den ich nur allzu gerne erfüllen helfe.

Und wie könnte diese Mission besser gelingen als mit einem Cheesecake? Dafür ein gutes Stück Muskatkürbis zu Püree verarbeiten und mit einer erstaunlich großen Menge Frischkäse sowie Crème Fraîche, Eiern, Zucker und herbstlichen Gewürzen zu einer cremigen Masse verrühren. Eine Weile im heißen Ofen ruhen lassen und mit Nüssen, weißer Schokolade, kandiertem Ingwer und Kakaobohnensplittern zu einem vortrefflichen Kürbisnachtischgenuss vollenden.

Pumpkin CheesecakeKürbis-Cheesecake (Rezept ergattert bei Lunds&Byerly’s)

Mit diesem Cheesecake ist es wie mit einem guten Wein. Sein Geschmack wird charakterstärker, wenn man ihm etwas Reifezeit gewährt. Der Vorteil gegenüber einer Flasche Wein ist, dass man diesen Kuchen in seinem maximal viertägigen Reifeprozess begleiten kann, indem man ab und an ein Stückchen davon genießt.

Zutaten

Für die Creme

720g Frischkäse

60g Crème Fraîche

30g Speisestärke

3 Eier

450g Kürbispüree*

300g Zucker

2 TL Zimt

1 TL Ingwer

2 TL Vanille-Extrakt

Butter für die Form

* Das Kürbispüree kann man ganz einfach selbst herstellen. Wie das geht, kann man z. B. hier nachlesen.

 

Für die Garnitur

50g Walnüsse oder Pecannüsse (gehackt)

50g weiße Schokoladenstückchen

20g kandierter Ingwer (fein gehackt)

10g Kakaobohnensplitter

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel für die Creme.

Bevor es losgeht

Eine Backform (23x23cm) dick mit Butter einfetten. Nüsse, Schokolade und Ingwer hacken. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Frischkäse, Crème Fraîche und Stärke in einer Küchenmaschine glattrühren. Anschließend Eier, Kürbispüree, Zucker und Gewürze zugeben und gut vermischen. In die Form füllen und 30 Minuten backen.

Zweiter Schritt

Den Käsekuchen nach 30 Minuten gleichmäßig mit den verschiedenen Garnituren bestreuen und weitere 40 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken, bis der Käsekuchen sich gesetzt hat. Den Käsekuchen vollständig abkühlen lassen, zudecken und 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, bevor man ihm auf den Leib rückt.

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Im Frühling erfreut das Goldgelb unzähliger Löwenzähne das farbendurstige Auge. Wer einen Garten besitzt, wird die Farbenpracht vermutlich sowohl mit Freude als auch mit Argwohn bewundern, denn ein Löwenzahn kommt selten allein und lässt sich auch nicht allzu leicht wieder vertreiben. Daher ist man gut beraten, die allgegenwärtige Frühlingspflanze schlechthin aufzuessen. Dazu eignen sich nicht nur die jungen Löwenzahnblätter. Auch die Blüten sind essbar, wenn man sie in einen aromatischen Sirup verwandelt. Die aufwendige Herstellung lohnt sich, denn am Ende dieses langwierigen Prozesses hält man ein überaus kostbares Gut in den Händen.

Was das Löwenzahnspeisen angeht, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Die schlechte Nachricht ist, dass städtische Löwenzähne von motorisierten Fortbewegungsmitteln und vierbeinigen Stadtbewohnern kontaminiert werden und somit zum Verzehr nicht geeignet sind. Die gute Nachricht ist, dass die Gärtnerin, mit der ich bereits im Herbst auf höchst erfolgreiche Weise in Gebäckfragen kooperiert habe, auf dem Land unberührte goldgelbe Blütenblätter ernten und zu Sirup hat einkochen können und mich zu meiner großen Freude an dieser Kostbarkeit hat teilhaben lassen!

Zusammen is(s)t man mehr! Zum Beispiel diese Tartelettes!

Cremetarte mit Löwenzahnsirup

Cremetartelettes mit Löwenzahnsirup  (der Sirup von Foodiesgarden, der Teig von Martha Stewart und mir)

Nach diesem köstlichen Tartegenuss wird man Löwenzahn mit anderen Augen sehen und sich noch einmal mehr auf den Frühling freuen. Der knusprige Boden mit Sonnenblumenkernen, die erfrischende Sahnecreme und der karamellfarbene Löwenzahnsirup geben zusammen ein hervorragendes Geschmackstrio ab!

Zutaten

Für den Mürbeteig

170g zimmerwarme Butter

75g Puderzucker

2 Eigelb

160g Mehl

40g Mehl

70g gemahlene Sonnenblumenkerne

1/4 TL Salz

2 TL Sahne

 

Für die Creme

250g Crème Fraîche

150g Sahne

1 Päckchen Vanillezucker

 

Für die Dekoration

Löwenzahnsirup

Sonnenblumenkerne

 

Schüsselbedarf:

Eine große Mixerschüssel für den Teig, zwei kleine Schüsseln für die trockenen Zutaten, ein Rührbecher.

TEIG

Erster Schritt

Butter und Puderzucker in der Küchenmaschine etwa zwei Minuten cremig schlagen. Eigelb hinzugeben und etwa eine Minute weitermixen. Zunächst die größere Portion Mehl unterrühren und kurz vermischen. Anschließend Mehl, Sonnenblumenkerne, Salz und Sahne unterrühren und zu einem homogenen Teig vermischen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und kaltstellen (am besten über Nacht).

Zweiter Schritt

Den Teig in sechs gleiche Teile teilen, ausrollen und in Tarteletteformen à 12cm einpassen. Nochmals mindestens eine halbe Stunde kaltstellen. (Üblicherweise bleibt beim Backen von Tartes ein Rest, den man in einer kleinen Form als kleines Extra backen kann).

Dritter Schritt

Den Ofen auf 190°C vorheizen, Tarteletteformen mit Backpapier und Hülsenfrüchten zum Blindbacken belegen. 15 Minuten backen und anschließend ohne Hülsenfrüchte und Backpapier weitere 10 Minuten backen, bis die Tartelettes goldbraun sind. Fertige Tartelettes vollständig auskühlen lassen.

CREME

Erster Schritt

Crème Fraîche, Sahne und Vanillezucker in den Rührbecher geben und mit dem Handrührgerät steif schlagen.

FINALE

Die Creme in die Tartelettes füllen, Löwenzahnsirup darüber geben, mit Sonnenblumenkernen dekorieren und sofort genießen!

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