Riegel-Schnitten-Ecken

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Trauben sind von Natur aus gesellige Wesen und verdanken ihre Schönheit nicht zuletzt ihrer Existenz im Gruppenverband. Während die Einzeltraube aus der Nähe zu ihren Nachbarn am Weinstock hervorragend Kapital schlagen kann, ist es damit spätestens nach Ankunft im (US-amerikanischen) Supermarkt vorbei.

Das Angebot soll auf den Kunden üppig und unerschöpflich wirken. Die schwarzen, roten und grünen Trauben werden daher in großen Mengen übereinander gestapelt und die eigentlich näheliebenden Trauben durch die Nähe ihrer Traubennachbarn im wahrsten Sinne des Wortes erdrückt. Dieses Schicksal trifft pro Tüte zwar nur ein paar wenige Trauben, als Teil der Solidargemeinschaft heißt es für die Mittrauben jedoch: Mitgehangen mitgefangen.

Nicht artgerechte Obst- und Gemüsehaltung ist nur eine Ursache für die Überbevölkerung der irdischen Lebensmittelmüllberge. Ob, wie und von wem dieses Problem behoben werden kann und sollte ist umstritten und kompliziert. Darüber nachzudenken lohnt sich aber ungemein. Zum Beispiel während man angeschlagene Früchte zu Marmelade verarbeitet und diese zu einem knusprigen Marmeladenriegel verbackt.

traubenschnitte1(Trauben-)Marmeladenschnitten (adaptiert von Martha Stewart)

Diese Schnitten lassen sich mit nahezu jeder Marmelade herstellen. Gut passen Himbeer- oder Kirschmarmelade, ich wüsste aber nicht, was gegen die Verwendung von anderen Marmeladen spräche, vor allem wenn diese aus geretteten Früchten hergestellt wurden.

Für den Teig

115g Butter

50g brauner Zucker

30g Zucker

1 Eigelb

185g Mehl

1 TL Zimt

1/4 TL Salz

1/4 TL Backpulver

75g gehobelte Mandeln

Für die Füllung

ca. 100g Marmelade (sehr lecker (auch in Joghurt) wenngleich für den normalen Gebrauch sehr süß: Traubenmarmelade mit Ananassaft)

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Rührschüssel, eine kleine Rührschüssel für die Mehlmischung.

Bevor es losgeht

Marmelade herstellen (optional). Eine quadratische Backform (20x20cm) über Kreuz mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Mehl, Zimt, Backpulver und Salz in der kleinen Schüssel mischen. Mandeln abwiegen.

Zweiter Schritt

Butter mit beiden Zuckersorten mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Anschließend das Eigelb hinzugeben und gut durchmischen. Auf niedriger Stufe weiterrühren und die Mehlmischung hinzugeben bis eine homogene Masse entstanden ist. Zum Schluss die gehobelten Mandeln unterheben.

Dritter Schritt

Die Hälfte des Teiges in die Backform geben und gut festdrücken. Die Marmlade mit der Rückseite eines Löffels auf dem Teigboden verteilen. Einen Rand von ca. 1cm lassen, damit die Marmelade an den Seiten nicht anbrennt. Den Rest des Teiges gleichmäßig auf dem Marmeladenspiegel verteilen und leicht andrücken.

Vierter Schritt

Die Schnitten ca. 25-30 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Vor dem Schneiden vollständig auskühlen lassen. Am besten schneiden sie sich, wenn sie im Kühlschrank gekühlt wurden.

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Zitronenschnitten sind eine feine Sache, wenn man für Gäste backt, deren kulinarische Vorlieben man nicht besonders gut kennt. Man läuft damit weder Gefahr, zum Urheber allergischer Schocks zu werden, noch irgend jemanden vom wohl verdienten Nachtisch auszuschließen. Noch feiner ist diese Zitronensache aber deshalb, weil ich auf der Suche nach einem unverfänglichen Backrezept im weltweiten Netz über eine ganz außergewöhnliche Variation dieses Schnittenklassikers gestolpert bin. Herausgekommen sind güldene Barren, auf die man nach dem ersten Bissen nie wieder wird verzichten wollen.

Lemon Bars NYTZitronenschnitten mit Olivenöl und Meersalzflocken (aus der New York Times)

„When life gives you lemons, make lemon bars.“ Diese Schnitten sind Kuchen gewordener Optimismus. Die süß-saure Creme thront auf einem knusprigen Shortbreadboden, der mit Butter und Zitronenzesten gespickt ist. Das Olivenöl macht die Creme noch fruchtiger und gaumenschmeichelnder und die knackigen Meersalzflocken sind am Gaumen ein Geschmacksgedicht.

Zutaten

Für den Teig

155g Mehl

50g Zucker

25g Puderzucker

1/4 TL feines Meersalz

Schale von einer Zitrone (insgesamt benötigt man 5 Zitronen)

140g kalte Butter

 

Für die Zitronencreme

180ml Zitronensaft (ca. 5 Zitronen)

Schale von 3 Zitronen

2 Eier

3 Eigelb

5g Speisestärke

1 Prise Salz

60g Butter

60ml fruchtiges Olivenöl

 

Für die Dekoration

Meersalzflocken

Puderzucker (optional)

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel und ein mittlerer Topf.

Bevor es losgeht

Eine eckige Backform (20 oder 23 cm) von beiden Seiten mit Backpapier auslegen. Die Zitronen waschen und die Schale von 1+3 Zitronen fein abreiben und zur Seite stellen. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Erster Schritt

Für den Shortbread-Boden die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Puderzucker, Salz), Zitronenschale und Butterstücke in eine Schüssel geben und schnell (falls möglich mit einem Pastry Blender) zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Alternativ kann man auch die Küchenmachine benutzen.

Zweiter Schritt

Den Teig gleichmäßig auf dem Boden der Form festdrücken und ca. 30 Minuten im Ofen goldgelb backen.

Dritter Schritt

In der Zwischenzeit die Zitronencreme herstellen. Dazu Zitronensaft, Zucker, Eier, Eigelb, Stärke und Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Die Masse muss kochen, damit die Creme eindickt, darf aber nicht länger als eine Minute kochen, damit sie nicht wieder flüssig wird. Wenn die Creme eingedickt ist, den Topf vom Herd nehmen und Butter und Olivenöl unterrühren.

Vierter Schritt

Die Zitronencreme auf den Shortbread-Boden geben und das Werk 20 Minuten backen, bis die Creme gerade stockt. Die Schnitten auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Die große Zitronenschnitte an den Backpapierenden aus der Form heben, die Ränder begradigen und in Quadrate schneiden.* Mit Meersalz und Puderzucker bestreuen und servieren.

*Für den Transport habe ich die Schnitten in Muffinsmanchetten gekleidet. Funktioniert wunderbar und sieht obendrein adrett aus.

 

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Bescheidenheit ist eine durchaus löbliche Eigenschaft. Wichtig ist nur, sie an der richtigen Stelle einzusetzen. Die Konsequenzen falscher Bescheidenheit lassen sich in der Regel vorzüglich im Berufsleben erfahren. Aber auch in der Küche lässt sich eine Bescheidenheitslektion lernen, die nicht immer so lecker ausgeht wie die erste Version dieser Rote Beete-Blondies!

Fest entschlossen, meinen Blondinen einen roten Schopf zu verpassen, habe ich diesmal nicht mit dem Rote Beete-Pulver gegeizt. Und siehe da: Aus den zartrosanen Kuchenblondinen vom ersten Versuch sind klebrig-cremige und noch dazu wunderbar pink-rotfarbige Schnitten geworden, die ihren grünen Pendants in nichts nachstehen und belegen, dass man sich ab und an ruhig mal etwas trauen sollte.

Rote Beete Blondies Reloaded1 Rote Beete-Blondie mit Zuckerguss – Zweiter Versuch (inspiriert durch Designer’s Cookbook)

Das Rezept gleicht mit kleineren Veränderungen dem Rezept für die grüne Blondie-Version. Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, dass mir die Idee, das Matcha-Pulver durch Rote Beete-Pulver zu ersetzen, ganz alleine gekommen ist. Vermutlich deshalb der bescheidene Einsatz des pink-roten Golds beim ersten Versuch. Wer Rote Beete liebt, sollte sich diese Hochzeit aus erdiger Knolle und süßer weißer Schokolade auf keinen Fall entgehen lassen. Stehen würde den roten Schnitten sicherlich auch ein weißer Zuckerguss. Ein solcher Auftritt schien mir dann aber doch zu bescheiden.

Zutaten

Für den Blondie

100g Butter

250g weiße Schokolade

50g Milch (oder Sahne)

75g Zucker

2 Eier

40g Rote Beete-Pulver

100g Mehl

1/2 TL Backpulver

eine Prise Salz

 

Für den Zuckerguss

60g Puderzucker

10g Rote Beete-Pulver (5g täten es vermutlich auch)

1/8 TL Mandelaroma

1 1/2 EL Milch

 

Schüsselbedarf

Ein mittlerer Kochtopf und eine große Mixerschüssel sowie eine kleine Schüssel für den Zuckerguss.

Bevor es losgeht

Eine eckige Form (20×20 cm) auf allen Seiten, d. h. über Kreuz mit Backpapier auslegen.

Erster Schritt

Die Butter im Kochtopf schmelzen und die weiße Schokolade anschließend in der geschmolzenen Butter auflösen. Sahne hinzugeben und die Masse ca. 10 Minuten auskühlen lassen. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Zweiter Schritt

Zucker, Eier und Rote Beete Pulver mit dem Handrührgerät ca. 2 Minuten cremig aufschlagen. Anschließend die Schokoladen-Butter-Masse unterrühren.

Dritter Schritt

Die Mehl-Backpulver-Salz-Mischung in die Rote-Beete-Masse sieben und gut verrühren. Abschließend Mandeln und Kokosraspeln unterrühren.

Vierter Schritt

Den Teig in die Form geben und ca. 30 Minuten im Ofen backen. Den Blondie gut auskühlen lassen. In einer kleinen Schüssel den Puderzucker, die Milch und das Mandelaroma zu einem gleichmäßigen Guss verrühren und den Blondie damit dekorieren. Den Zuckerguss gut trocknen lassen (am besten über Nacht). Blondies in Quadrate schneiden und genießen.

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