Tarte und Pie

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Im Beeren-Alphabet gehen wir heute einen Schritt zurück. Vom J wie Johannisbeere geht die Reise rückwärts zum B wie Blaubeere. Wer die Blaubeere lieber Heidelbeere nennt, hat es vom J bis zum H nicht ganz so weit. Sollte man aber von demselben Buchstaben aus starten wollen, könnte man vom J auch einfach weiter zum K gehen. Denn egal ob Blau- oder Heidelbeere, man müsste beiden streng genommen das Wort Kultur voranstellen. Es sei denn, man hat das Glück, der Wildnis entsprungene Beeren zur Hand zu haben.

Es sind just solche Fragen, an denen ich mir vor allem an Sonntagen mit Vorliebe den Kopf zerbreche. Das geht noch besser, wenn man seine Gedanken mit dem Genuss eines Stückchens Tarte antreibt, in der das Objekt des Nachdenkens verbacken ist. Es gilt jedoch vorweg zu schicken, dass die Mischung aus knusprigem Mürbeteig, mascarponeschwangerer Creme und saftigen Blaubeeren einen gänzlich vom Denken abbringen könnte. Aber auch das hätte Kultur!

Blaubeertarte

Blaubeer-Tarte (Das Rezept stammt nicht von mir. Es wurde mir von jemandem überreicht, allerdings ohne Angabe der Quelle)

Von Blaubeeren kann man ohne Zweifel behaupten, dass sie sowohl frisch als auch gebacken sagenhaft schmecken. Ich könnte nicht einmal sagen, welche Variante ich bevorzuge, denn beide tragen gleichermaßen zur kulinarischen Bereicherung des Alltags bei. Diese wirklich nicht aufwendige Tarte belegt hingegen, dass man Blaubeeren ab und an ruhig ein bisschen Hitze zumuten sollte. Das blau-lilafarbene Gewand, in welches sich die Beeren nach dem Ofengang kleiden, sieht nicht nur schick aus, sondern ist obendrein noch ausgesprochen köstlich.

Zutaten

Für den Teig

250g Mehl

75g Zucker

1 Prise Salz

100g kalte Butter in Stücken

1 Ei

3 EL eiskaltes Wasser

 

Für die Füllung

250g Mascarpone

2 Eigelb

125g Zucker

300g Blaubeeren

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Schüssel für den Teig. Eine mittlere Schüssel für die Füllung.

Bevor es losgeht

Blaubeeren waschen und trocknen.

Erster Schritt

Mehl, Zucker und Salz in der mittleren Schüssel vermischen. Mit Butterstücken und Ei zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Eiskaltes Wasser hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und kalt stellen. Mindestens 30 Minute, am besten aber länger.

Zweiter Schritt

Den Ofen auf 200°C vorheizen und während dessen den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Für eine Tarteform von ca. 23 cm Größe ist die Teigmenge üppig, aber das macht nichts, insbesondere wenn die Tarteform einen hohen Rand hat. Den Rand schön hochziehen, denn er wird beim ca. 10-Minuten dauernden Vorbacken etwas herunter rutschen.

Dritter Schritt

Mascarpone, Eigelb und Zucker glatt rühren. Auf den heißen Teigboden gießen und gleichmäßig verteilen bzw. verlaufen lassen. Die Blaubeeren darauf arrangieren (besonders schön sehen die Beeren aus, wenn man sie mit der Unterseite nach oben in die Creme setzt) und die Tarte ca. 40 Minuten goldgelb backen. Erst so und anschließend im Kühlschrank auskühlen lassen.

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Diese Woche steht ganz im Zeichen der Johannisbeere. In meinem Kühlschrank lagert noch immer ein beachtliches Beeren-Kollektiv und wartet auf baldigen Verzehr!

Nachdem ich zwecks Verbrauch der Beerenmassen bereits mit diesem Poundcake in Serie gegangen bin, ist es eine angenehme Abwechslung, Johannisbeeren in einer Mürbeteighülle zusammen zu treiben und mit einer ebenso simplen wie köstlichen Sahne-Eigelb-Zucker-Mischung zu übergießen! Das Ganze erst schön heiß werden lassen und anschließend gut kühlen. Nach Verkostung dieser Tarte wird man nicht umhinkönnen, die Aufnahme einer Serienproduktion zumindest in Erwägung zu ziehen!

Johannisbeer-Tarte

Johannisbeer-Tarte (Ein Rezept wer weiß woher. Von mir erfolgreich modifiziert, so dass man die Tarte auch ohne Massaker-ähnliche Effekte teilen kann.)

Man mag es nicht glauben, aber diese imposant ausschauende Tarte ist schnellstens gemacht und nicht ansatzweise so arbeitsintensiv wie manche ihrer Tarte-Verwandten. Kein Ei im Mürbeteig, kein Vorbacken, keine aufwendig gerührte Cremefüllung. Maximaler Ertrag, bei minimalem Aufwand. Eine Tarte zum So-tun-als-ob-man-den-Dreh-mit-der-französischen-Patisserie-voll-raus-hätte und zum pragmatischen Verbrauch großer Johannisbeer-Mengen bestens geeignet.

Zutaten

Für den Boden

100g Mehl

30g Zucker

1 Prise Salz

65g kalte Butter in Stücken

1 EL eiskaltes Wasser

 

Für die Füllung

100ml Schlagsahne

3 Eigelb

50g Zucker

1/4 TL Stärke

200-250g Johannisbeeren

brauner Zucker zum Bestreuen

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Schüssel für den Teig, ein größerer Messbecher für die Füllung.

Bevor es losgeht

Die Johannisbeeren waschen, trocknen und von den Rispen trennen. Eine Springform (18 cm) fetten.

Erster Schritt

Mehl, Zucker und Salz verrühren und mit den Butterstücken zu einem krümeligen Teig verkneten. Zum Schluss das Wasser dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Zweiter Schritt

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 25 cm Durchmesser ausrollen und in die Springform geben. Den Rand gleichmäßig hochziehen und Löcher mit den Fingern stopfen.

Dritter Schritt

Sahne, Eigelb, Zucker und Stärke im Messbecher gut verrühren. Die Masse die Form füllen und Johannisbeeren darauf verteilen. Mit braunem Zucker leicht bestreuen. Den Kuchen ca. 40 Minuten im Ofen goldbraun backen. Nach dem Backen auskühlen lassen und vor dem Anschneiden gut kühlen.

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Wer in Sachen Backen mal wieder eine richtige Überraschung erleben möchte, dem sei das folgende Rezept empfohlen. Als ich darauf gestoßen bin, ist mir angesichts der Pastafüllung zunächst ein Hauch von Skepsis durch den Kopf geweht. Doch dieser hat nicht lange vorgehalten, denn brennend hat mich interessiert, wie sich diese reichhaltige Pasta-Tarte auf einer heimischen Kaffeetafel machen würde.

So viel ist sicher: Für eine kulinarische Horizonterweiterung ist man in Italien immer an der richtigen Adresse. Noch dazu wird man durch den Verzehr nur eines Stück Kuchens in einen Zustand versetzt, den man normalerweise erst nach mehreren köstlichen Gängen italienischer Kost erreicht: satte Zufriedenheit!

In diesem Sinne, buon appetito!

Pasta-Tarte3

Ricotta-Pasta-Tarte (von Myriam Zumbühl. Fast original…ich war so frei den Schokoladenanteil sowohl zu erhöhen als auch zu variieren)

Diese Tarte ist eine Tarte ganz eigener Art. Ob das ihrer sizilianischen Herkunft geschuldet ist, vermag ich nicht zu sagen, denn ich bin selbst nie auf der größten aller großen Mittelmeerinseln gewesen. Dass einem im Schatten der Cosa Nostra nicht nach einem luftig-leichten Küchlein, sondern nach etwas mehr Substanz zumute ist, scheint mir allerdings nicht völlig abwegig. Doch egal wo die Wurzeln dieser Tartekreation liegen, sie ist erfrischend köstlich und wohltuend unkonventionell.

Zutaten

Für den Teig

225g weiche Butter

175g Zucker

4 Eigelb

450g Mehl

Für die Füllung

450g Ricotta

1 Eigelb

115g Zucker

1EL Zimt

Saft und Schale von 1 Zitrone

500ml Milch

30g Zucker

Schale von 1 Zitrone

1 Prise Salz

175g Capellini (Engelshaar-Pasta)

1 Eiweiß

30g Zartbitterschokolade in Stückchen

30g Vollmilchschokolade in Stückchen

Puderzucker

Schüsselbedarf

Eine große Schüssel für den Teig, eine kleine Schüssel für das Mehl, eine große Schüssel für die Füllung, ein großer Topf für die Pasta, ein Rührbecher für den Eischnee.

Bevor es losgeht 

Eine Springform (24cm) mit Backpapier auslegen. Die Eier trennen und eine Verwendung für die verbliebenen Eiweiß finden.

Erster Schritt

Butter und Zucker mit der Küchenmaschine cremig aufschlagen. Anschließend Eigelb und nach und nach das Mehl hinzufügen. Vermischen bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Den Teig in Klarsichtfolie einwickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Zweiter Schritt

Den Ofen auf 190°C vorheizen. Ricotta und Zucker, Zimt, Zitronensaft und -zitrone sowie das Eigelb in der großen Schüssel verrühren.

Dritter Schritt

Die Milch im Topf zum Kochen bringen. Zucker, Zitronenschale und Salz unterrühren. Anschließend die Pasta hinzugeben und so lange unter ständigem Rühren gar ziehen lassen, bis die Milch vollständig aufgesogen ist. Die Masse etwas auskühlen lassen.

Vierter Schritt

Das Eiweiß steif schlagen.

Fünfter Schritt

Warme Pasta zur Ricottamischung geben. Anschließend das Eiweiß zugeben. Zum Schluss beide Sorten Schokoladenwürfel zugeben.

Sechster Schritt

Zweidrittel des Teiges auf einer bemehlten Arbeitsfläche kreisrund ausrollen. Der Teig wird brechen, aber so kann man ihn in größeren Stücken in die Form hieven und die Stücke anschließend zusammendrücken. Den Rest des Teiges in Springformgröße ausrollen und daraus ca. 1 cm breite Streifen ausschneiden (schön wird’s mit einem geriffelten Teigrad).

Siebster Schritt

Die Pastafüllung in den Boden füllen und die Oberfläche in Gitterform mit den Streifen schmücken. Die Streifenenden am Teigrand festdrücken. Die Tarte für ca. 50 Minuten backen, bis sie goldgelb ist. Wenn sie abgekühlt ist, dick mit Puderzucker bestreuen.

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