Banane

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Bananen sind nach Äpfeln das zweitbeliebtete Obst der Deutschen. Sie sind auf unserem Speiseplan derart selbstverständlich, dass man geneigt ist zu vergessen, dass es sich bei der Banane um eine höchst politische Frucht handelt. Eine Frucht, anhand derer man nicht nur die Entwicklung des Welthandels in den vergangenen 100 Jahren, sondern ebenfalls ganz hervorragend die amerikanische Außenpolitik studieren kann.

Mit der Banane verhält es sich also wie mit nahezu jedem Lebensmittel. Sie schmeckt ganz wunderbar und ist aus unserer Esskultur kaum wegzudenken. Lässt man sich Geschichte und Gegenwart der Bananenwirtschaft jedoch auf der Zunge zergehen, findet man sich zwangsläufig in einer kulinarisch-politischen Zwickmühle wieder.

Zugegebenermaßen gehe ich diesem Konflikt erfolgreich aus dem Weg, indem ich selbst keine Bananen kaufe, mich jedoch ab und an an übrig gebliebenen Konferenzbananen gütlich tue. Sofern man sich verständlicherweise nicht schon auf Lebenszeit diesem Rezept versprochen hat, wäre der folgende Kuchen eine interessante Alternative für die krumme Tropenfrucht.

BananePimentkuchenBananenkuchen mit Piment (ein Rezept der Baseler Sterneköchin Tanja Grandits)

Der Kuchen ist einfach zuzubereiten und wirkt auf den ersten Blick nicht spektakulär. Auf den ersten Biss gibt er jedoch ein interessantes Geschmacksgeheimnis preis. Die Süße von der Banane und das würzige von Piment und Schokolade gehen eine spannende Symbiose ein und kreieren einen angenehm fruchtigen und weichen Kuchengeschmack, der auch einen Schlag Sahne gut vertragen kann.

Zutaten

Für den Teig

225g Bananen

225g Zucker

225g Mehl

1 TL Backpulver

3 EL Kakao

3/4 TL Piment

1 Prise Salz

Mark von 1 Vanilleschote

100g Sonnenblumenöl

100g flüssige Butter

 

Für die Dekoration

Puderzucker

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel und eine kleine Schüssel für die trockenen Zutaten. Ein kleiner Topf zum Schmelzen der Butter. Ein Messbecher zum Abmessen und Vermischen der flüssigen Zutaten.

Bevor es losgeht

Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen, einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Butter schmelzen.

*Im Originalrezept ist ein Kuchenglas vorgesehen. Ich habe mich alternativ für eine Springform entschieden. Soweit ich das beurteilen kann, ist das dem Kuchen nicht zum Nachteil gereicht.

Erster Schritt

Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Kakao, Piment, Salz) in der kleinen Schüssel vermischen. Die flüssigen Zutaten (Sonnenblumenöl, Butter und Mark der Vanilleschote) in einem Messbecher vermengen.

Zweiter Schritt

Bananen zu Mus zerquetschen und mit dem Zucker vermischen. Abwechselnd die trockenen Zutaten mit den flüssigen Zutaten zu der Bananenmischung geben und verrühren. Die Masse in die Backform geben und ca. 25 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

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Schnell mal etwas backen ist für mich ein Leichtes und passiert in meiner Küche oft. Schnell mal etwas dazu aufzuschreiben ist da schon schwerer und passiert entsprechend nicht so oft.

Für heute habe ich mir also vorgenommen, beim Schreiben über das beste Banana Bread aller Zeiten so zu tun, als säßen mir die überreifen Bananen im Nacken. Wenn nicht meine, so doch zumindest andere Bananen, die ansonsten nicht in den besten aller Banana-Bread-Zustände versetzt werden könnten.

Banana Bread with Millet

Banana Bred (von Smitten Kitchen, mit ein wenig mehr Biss von mir)

Man sollte absichtlich zu viele Bananen kaufen, damit man sich regelmäßig an dieser Köstlichkeit laben kann, die noch dazu im Handumdrehen hergestellt ist. Höchst erfreulich ist vor allem die Hirse, die das Backwerk mit schönem Biss versieht. Die Suche nach einem guten Banana Bread Rezept ist definitiv abgeschlossen. Es sei denn, man belehrt mich eines Besseren?!

Zutaten

3 überreife Bananen

1 Ei

80ml Kokosöl

65g brauner Zucker

75ml Ahornsirup

1 TL Vanille-Extrakt

1 TL Natron

1/4 TL Salz

1 TL Zimt

1/4 TL Muskat

1 Prise gemahlene Nelken

180g Mehl

75g Hirse

 

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel.

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (ca. 23×13 cm) oder drei kleine Kastenformen (ca. 11 cm) mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Die Bananen in der großen Rührschüssel mit der Gabel zerdrücken, bis nur noch wenige Stücke zu sehen sind.

Zweiter Schritt

Ei, Kokosöl, Zucker, Ahornsirup und Vanille-Extrakt zugeben und unterrühren.

Dritter Schritt

Natron, Salz, Zimt, Muskatnuss und Nelken über die Masse streuen und verrühren. Anschließend das Mehl hinzugeben. Zu guter letzt die Hirsekörner unterheben.

Den Teig in die Form/Formen füllen und ca. 40 Minuten backen. Die Kuchen in den kleinen Kastenformen brauchen deutlich weniger Zeit. Der Zahnstochertest verrät, wann sie fertig sind.

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Gegenüber Köchen sind Konditoren dieser Tage dahingehend im Vorteil, dass sie schon von Natur aus – von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen – einen vegetarischen Lebenswandel pflegen. Von der derzeit in Gang befindlichen Vegetarismusdebatte müssen sie sich also zumindest in Nachtischfragen nicht angesprochen fühlen. Angesichts veganer Ernährungsweisen wird die Luft aber auch in der Backstube dünn.

Während es nun wahrlich nicht an veganen Backrezepten mangelt, denen man obendrein nicht auch abnehmen würde, köstliches Backwerk generieren zu können, habe ich mich dem tierproduktfreien Backen bislang rigoros verweigert. Im Gegensatz zum Fleischverzicht ist ein konsequent veganes Leben für mich nur schwer vorstellbar. Ebenso inakzeptabel ist für mich aber auch, dass ich wie ein stures Kind auf Eier, Milch und Butter im Kuchen bestehe.

Da ich mich offenbar nicht aus freien Stücken bewege, habe ich beschlossen, künftig einer Idee zu folgen, die auch Willy Brandts Ostpolitik beflügelt hat: Wandel durch Annäherung. Der erste Schritt hat einen saftigen Bananenkuchen hervorgebracht, der zwar noch keinen Sinneswandel hervorgerufen hat, sich auf dem Frühstückstisch aber ganz prächtig gemacht hat und dem man sein Vegansein weder ansehen noch anschmecken konnte.

Bananenkuchen-Vegan1

Veganer Bananenkuchen (aus „Foods that don’t bite back“ von Sue Donaldson)

Dieser Kuchen eignet sich ganz ausgezeichnet für ein erstes veganes Backvorhaben. Der Teig wird mit Pflanzenöl gemacht, so dass man nicht gleich von 0 auf 100 gehen und Butter durch Margarine ersetzen muss. Ein moralisierender Weltverbessererkuchen wird aber schon allein deswegen nicht die Kaffeetafel zieren, da das Rezept nach reichlich Produkten aus Übersee verlangt. Neben Bananen sind auch Schokolade und Kokosflocken verbacken. Dieser Kuchen krümmt zwar keinem Tier ein Haar, hinterlässt aber mitnichten eine rosige Klimabilanz. Von den Rechten der Bananenplantagenarbeiter mal ganz abgesehen.

Zutaten

3 sehr reife Bananen

Saft von einer Zitrone

150g Zucker

100g neutrales Öl

140g Vollkornmehl

90g Mehl

1/2 TL Salz

1/2 TL Backpulver

1/2 TL Natron

60g geschroteter Leinsamen

30g Kokosflocken

80g Zartbitterschokolade

 

Schüsselbedarf

Eine große Schüssel für die Mehlmischung, eine kleine Schüssel für die Öl-Zucker-Mischung, eine kleine Schüssel für die Bananen-Zitronen-Mischung.

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (21 cm oder größer) mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 190°C vorheizen.

Erster Schritt

Die Bananen mit einer Gabel gut zerdrücken und mit dem Zitronensaft cremig rühren.

Zweiter Schritt

Öl und Zucker gut vermischen und anschließend zu der Bananenmischung geben. Alles gut verrühren.

Dritter Schritt

Vollkornmehl, Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Leinsamen vermischen. Die Bananenmischung unterrühren. Anschließend Kokosflocken und Schokoladenstücke hinzufügen. Den Teig in die Form geben und ca. 45 Minuten backen, bis an einem Zahnstocher kein Teig mehr haften bleibt.

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