Crème Fraîche

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Durch das deutsch-amerikanische Verhältnis geht dieser Tage bekanntlich ein Riss, den zu füllen es wohl mehr bedarf als einer wenn noch so üppigen Zitronencreme. Gleichwohl sollte man nicht allzu schnell aufgeben und aller Einseitigkeit zum Trotz weiterbacken am Völkerverständigungskuchen. So betrachtet, fällt es weniger schwer, die präzisen Mengenangaben des metrischen Systems ins angloamerikanische  Maßsystem zu übersetzen. Sollte dies dazu führen, dass die ein oder andere Zitronentarte gebacken wird und darüber ein Hauch von Verständigung und Dialog stattfindet, ist es einen Versuch allemal wert.

There is a rift in German-American relations that will require much more than opulent lemon curd to fill. Nevertheless, one shouldn’t give up too fast and – despite the lopsidedness – continue baking the cake of international understanding. From this vantage point, it feels less hard to exchange the precise measurements of the metric system for the imperial ones. An effort worthwhile, should it lead to the baking of a few lemon tarts and a hint of understanding and dialogue exchanged.

Zitronentarte (Aus einer deutschen Tageszeitung über den Atlantik geschickt. Die exakte Quelle ist leider unbekannt.

Der Klügere gibt nach?! Mit den „freedom measures“ nachgebacken, habe ich diese Zitronentarte nicht. Das Rezept erscheint aber robust genug, ein wenig Abweichung verkraften zu können. Vermutlich hätte ein bisschen weniger Hitze auch den Riss verhindert.

Lemon Tart (From a German newspaper clipping which was sent to me across the Atlantic. Unfortunately, the exact source is unknown)

The wiser head gives in?! I haven’t tried to replicate this lemon tart using „freedom measures“. However, the recipe seems robust enough to withstand a little bit of variation. Most likely, a little less heat would have also prevented the rift.

 

Für den Boden / For the crust

185g Mehl / 1 1/2 cups flour

50g Puderzucker / 1/2 cup powdered sugar

30g gemahlene Mandeln / 1/4 cup almond flour

1 Prise salt / a dash of salt

125g Butter / 9 tbs butter

1 Eigelb / 1 egg yolk

 

Für die Füllung / For the filling

125ml Zitronensaft / 1/2 cup lemon juice

Schale einer Zitrone / zest from one lemon

5 Eier / 5 eggs

150g Zucker / 3/4 cup sugar

300g Crème Fraîche / 1 1/4 cup sour cream

 

Schüsselbedarf / Bowl requirements

Eine große Rührschüssel für den Boden. Eine große Rührschüssel für die Füllung

A large mixing bowl for the crust. A large mixing bowl for the filling.

 

Bevor es losgeht / Before getting started

Den Boden einer Springform (24 cm) mit Backpapier auslegen

Line the bottom of a 9-inch springform pan with parchment paper.

 

Erster Schritt / First step

Mehl, Puderzucker, Mandeln und Butter mit den Händen zu einer bröseligen Masse verarbeiten. Anschließend das Eigelb zugeben und die Masse zu einem homogenen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde kaltstellen.

Den Teig nach einer Stunde auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in Springformgröße plus ca. 3 cm Rand ausrollen. In die Springform drücken (das kann ein bisschen Bastelarbeit sein), mit einer Gabel mehrmals einstechen und erneut für mind. 30 Minuten kühl stellen.

With your hands, process flour, powdered sugar, almonds and butter until you have a crumb mixture. Add the egg yolk and form into a uniform dough. Wrap dough in plastic wrap and let rest in the fridge for at least an hour.

Roll out dough on floured surface. Allow for a 1.5 inch edge in addition to the surface of the pan. Place dough in springform (this might be a little bit of craft work), pierce with a fork multiple times and let cool for at least 30 additional minutes.

Zweiter Schritt / Second step

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Tarteboden mit Backpapier auslegen und Backerbsen beschweren und 10 Minuten backen. Ohne Backpapier und Backerbsten 10 weitere Minuten backen. Abkühlen lassen

Preheat oven to 400°F. Cover the crust with parchment paper and weights. Bake for 10 minutes. Remove parchment paper and weights and bake for an additional 10 minutes. Let cool.

Dritter Schritt / Third step

Den Ofen auf 160°C herunterschalten. In der zweiten großen Schüssel Zitronensaft, Zitronenschale, Eier, Zucker und Crème Fraîche verrühren. In den abgekühlten Tarteboden füllen und ca. 40 min backen (die Füllung sollte nicht zu fest sein, aber nicht mehr zu arg wackeln).

Reduce heat to 325°F. In the second bowl mix lemon juice, zest, eggs, sugar and sour cream. Fill into cooled crust and bake for approximately 40 minutes (center should be set but not too firm and not too jiggly).

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Im Frühling erfreut das Goldgelb unzähliger Löwenzähne das farbendurstige Auge. Wer einen Garten besitzt, wird die Farbenpracht vermutlich sowohl mit Freude als auch mit Argwohn bewundern, denn ein Löwenzahn kommt selten allein und lässt sich auch nicht allzu leicht wieder vertreiben. Daher ist man gut beraten, die allgegenwärtige Frühlingspflanze schlechthin aufzuessen. Dazu eignen sich nicht nur die jungen Löwenzahnblätter. Auch die Blüten sind essbar, wenn man sie in einen aromatischen Sirup verwandelt. Die aufwendige Herstellung lohnt sich, denn am Ende dieses langwierigen Prozesses hält man ein überaus kostbares Gut in den Händen.

Was das Löwenzahnspeisen angeht, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Die schlechte Nachricht ist, dass städtische Löwenzähne von motorisierten Fortbewegungsmitteln und vierbeinigen Stadtbewohnern kontaminiert werden und somit zum Verzehr nicht geeignet sind. Die gute Nachricht ist, dass die Gärtnerin, mit der ich bereits im Herbst auf höchst erfolgreiche Weise in Gebäckfragen kooperiert habe, auf dem Land unberührte goldgelbe Blütenblätter ernten und zu Sirup hat einkochen können und mich zu meiner großen Freude an dieser Kostbarkeit hat teilhaben lassen!

Zusammen is(s)t man mehr! Zum Beispiel diese Tartelettes!

Cremetarte mit Löwenzahnsirup

Cremetartelettes mit Löwenzahnsirup  (der Sirup von Foodiesgarden, der Teig von Martha Stewart und mir)

Nach diesem köstlichen Tartegenuss wird man Löwenzahn mit anderen Augen sehen und sich noch einmal mehr auf den Frühling freuen. Der knusprige Boden mit Sonnenblumenkernen, die erfrischende Sahnecreme und der karamellfarbene Löwenzahnsirup geben zusammen ein hervorragendes Geschmackstrio ab!

Zutaten

Für den Mürbeteig

170g zimmerwarme Butter

75g Puderzucker

2 Eigelb

160g Mehl

40g Mehl

70g gemahlene Sonnenblumenkerne

1/4 TL Salz

2 TL Sahne

 

Für die Creme

250g Crème Fraîche

150g Sahne

1 Päckchen Vanillezucker

 

Für die Dekoration

Löwenzahnsirup

Sonnenblumenkerne

 

Schüsselbedarf:

Eine große Mixerschüssel für den Teig, zwei kleine Schüsseln für die trockenen Zutaten, ein Rührbecher.

TEIG

Erster Schritt

Butter und Puderzucker in der Küchenmaschine etwa zwei Minuten cremig schlagen. Eigelb hinzugeben und etwa eine Minute weitermixen. Zunächst die größere Portion Mehl unterrühren und kurz vermischen. Anschließend Mehl, Sonnenblumenkerne, Salz und Sahne unterrühren und zu einem homogenen Teig vermischen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und kaltstellen (am besten über Nacht).

Zweiter Schritt

Den Teig in sechs gleiche Teile teilen, ausrollen und in Tarteletteformen à 12cm einpassen. Nochmals mindestens eine halbe Stunde kaltstellen. (Üblicherweise bleibt beim Backen von Tartes ein Rest, den man in einer kleinen Form als kleines Extra backen kann).

Dritter Schritt

Den Ofen auf 190°C vorheizen, Tarteletteformen mit Backpapier und Hülsenfrüchten zum Blindbacken belegen. 15 Minuten backen und anschließend ohne Hülsenfrüchte und Backpapier weitere 10 Minuten backen, bis die Tartelettes goldbraun sind. Fertige Tartelettes vollständig auskühlen lassen.

CREME

Erster Schritt

Crème Fraîche, Sahne und Vanillezucker in den Rührbecher geben und mit dem Handrührgerät steif schlagen.

FINALE

Die Creme in die Tartelettes füllen, Löwenzahnsirup darüber geben, mit Sonnenblumenkernen dekorieren und sofort genießen!

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