Hagebutte

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Neuerdings schickt es sich unter Städtern, Essbares aus der Natur zusammen zu sammeln. Dem Hobbykonditor eröffnen sich neben Holunderblütentorte und Apfelkuchen auf diese Weise ungeahnte Möglichkeiten und so bin auch ich ausgeschwärmt, um mein nächstes Backwerk mit einem Mark von der Hagebutte zu verfeinern.

Hagebutten sind Rosenfrüchte und den meisten wohl eher als das Juckpulver im Nacken ehemaliger Klassenkameraden oder Jugendherbergstee denn als Gaumenfreude bekannt. Zu dieser Jahreszeit sind Hagebutten eigentlich keine Rarität. Vom Land hatte ich bereits eine Handvoll roter Früchtchen mitgebracht und für die Herstellung einer ordentlichen Portion Hagebuttenmark auf üppigen Nachschub aus dem städtischen Wald gehofft.

Andere Stadtsammler müssen mir zuvor gekommen sein, denn für mich waren nur noch die Sträucher im Garten des bissigen Hundes, auf dem Friedhof und auf einer nur mit dem Boot erreichbaren Waldseeinsel übrig geblieben. Um dieses rote kulinarische Edelweiß auf meinem Stadtwaldausflug schließlich doch noch zu erhaschen, hätte ich mich zwar weit über die Brüstung einer U-Bahn-Überführung lehnen können, habe stattdessen aber lieber aufgegeben und mich mit einer kläglich-kleinen Menge Hagebuttenmark begnügt.

Für Torte war’s zu wenig. Ein feiner Streuselkuchen mit einer hauchdünnen knallroten Schicht selbst gesammelter und eingekochter Wertschätzung ist aber auch nicht zu verachten.

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Hagebuttenkuchen mit Streuseln (viel Landlust, ein wenig ich)

Hagebuttenmark schmeckt rosig und erdig und hat eine bestechend schöne rote Farbe. Um das Mark besser heraus zu schmecken, hätte eine deutlich größere Menge Hagebuttenmark in dieses Gebäck gemusst, aber leider waren mir die Hände gebunden! Der zum Mark gehörende Streuselkuchen schmeckt rundweg buttrig und das zart-weißliche Kuchengelb ist genau das richtige Kontrastmittel für die strahlende Füllung.

Zutaten

Für den Boden

125g Mehl

60g gemahlene Mandeln

60g Zucker

1 Prise Salz

110g weiche Butter

2 Eigelb

Schale von einer Zitrone

 

Für die Streusel

150g Mehl

85g Zucker

1 Prise Salz

85g weiche Butter

ca. 150g Hagebuttenmark (Respekt all denjenigen Sammlern, die so viel Mark hergestellt haben!)

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, zwei mittlere Rührschüsseln: eine für das Mehl des Bodens, eine für das Mehl der Streusel.

Bevor es losgeht

Hagebutten sammeln und Mark herstellen (Das dauert nicht lange!). Die trockenen Zutaten für Boden und Streusel in je einer Schüssel vermengen. Eine rechteckige Backform (ca. 18x28cm) mit Backpapier auslegen. Eier trennen. Zum Schluss den Ofen auf 200°C vorheizen.

Erster Schritt

Butter, Eigelb und Zitronenschale mit der Küchenmaschine gründlich vermischen. Die trockenen Zutaten zugeben und zu einem gleichmäßigen Teig verkneten.

Zweiter Schritt

Teig ausrollen oder flach klopfen und in die Form drücken. Dabei einen kleinen Rand hochziehen. Den Boden häufig mit der Gabel einstechen und mit Hagebuttenmark bestreichen (das Mark sollte den Rand meiden!).

Dritter Schritt

Alle Komponenten der Streusel zu üppigen Krümeln verkneten. Auf die Hagebuttenschicht setzen und das Schichtwerk ca. 25 Minuten backen.

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