Johannisbeere

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Es gibt Zutaten, die mit kulinarischer Schaffenskraft zu bedenken im Grunde genommen völlig unnötig ist. Die Avocado ist so ein Fall und braucht eigentlich nicht mehr als ein wenig Salzbegleitung. Und dennoch sollte man in der Backstube hin und wieder etwas Abwegiges wagen.

An diesem Poundcake von der Avocado ist rein gar nichts zu beanstanden. Er ist süß, weich und saftig. Wenig verwunderlich, wenn man Avocadopüree mit Butter paart. Der Hauch von Grün steht dem Kuchen sehr gut, von der Avocado schmeckt man erwartungsgemäß jedoch nicht besonders viel. Das macht aber nichts: Wie sich gezeigt hat, ist der Kuchen nämlich primär Trägerstoff für den Zuckerguss aus Puderzucker und schwarzer Johannisbeere. Dieser ist so dermaßen hitverdächtig, dass man sich fragt, wie man so lange Backjahre ohne dieses Farbwunder ausgekommen ist.

Man merke sich folgendes: Wer wagt, gewinnt!

Avocado-PoundcakeAvocado-Pouncake mit Johannisbeerzuckerguss (adaptiert von Chatelaine)

Es ist schon fast ein wenig niedlich, wie extremst zuckerhaltigem Nachtisch dieser Tage von health- und super food-Jüngern gesundheitsfördernde Qualitäten zugeschrieben wird. Ich bin nicht ganz sicher, wie eine so verschwindend geringe Menge Beeren, die noch dazu von Unmengen an Zucker gezähmt wird, freie Radikale einfangen soll. Solange die Gesundheitsfoodies derart kreative Kost hervorbringen, soll’s mir aber recht sein. Dieser Zuckerguss ist jedenfalls ein Beleg dafür, dass auch abwegige Ideen Gutes hervorbringen. Das Originalrezept hat Himbeeren vorgesehen. Ich habe das leuchtende Kuchendressing aus schwarzen Johannisbeeren hergestellt.

 

Zutaten

Für den Kuchen

2 Eiweiß

25g Zucker

80g weiche Butter

1 sehr reife Avocado (püriert)

125g Zucker

1 Eigelb

60ml Milch

1 TL Vanilleextrakt

200g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

 

Für den Zuckerguss

70g schwarze Johannisbeeren (gefroren gewogen und anschließend aufgetaut)

90g Puderzucker (ggf. etwas mehr oder weniger)

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, eine kleine Schüssel für den Eischnee, eine kleine Schüssel für die Mehlmischung, eine kleine Schüssel für den Zuckerguss, einen Rührbecher zum Pürieren der Avocado und der Johannisbeeren

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (22×11 cm) mit Backpapier auslegen, mit Butter einreiben und mit Mehl bestäuben. Die trockenen Zutaten vermengen. Die Avocado pürieren. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Erster Schritt

Das Eiweiß in der großen Rührschüssel steif schlagen. Wenn sich erste Spitzen formen, den Zucker einrieseln lassen und die Mischung zu festem Eischnee verschlagen. Den fertigen Eischnee mit einem Teigschaber in die kleine Schüssel umfüllen.

Zweiter Schritt

Avocadopüree und Butter in die große Rührschüssel geben und schaumig schlagen. Anschließend den Zucker zufügen und gut aufschlagen. Eigelb, Milch und Vanille dazugeben.

Dritter Schritt

Abwechselnd je die Hälfte des Mehls und des Eischnees mit der Hand unter die Avocado-Zucker-Masse rühren und den fertigen Teig in die Kastenform füllen. Ca. 60 Minuten backen und den Kuchen nach 30 Minuten ggf. mit Alufolie abdecken, wenn er zu viel Farbe annimmt. Den fertigen Kuchen 10 Minuten abkühlen lassen und aus der Form lösen. Vollständig abkühlen lassen.

Vierter Schritt

Für den Zuckerguss die Beeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Es sollten gut 2 bis 3 Esslöffel Püree übrig bleiben. Das Beerenpüree mit dem Puderzucker mischen. Der Guss sollte etwas fester sein, damit man ihn mit einer Spitztülle gut auf dem Kuchen verteilen kann!

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Diese Woche steht ganz im Zeichen der Johannisbeere. In meinem Kühlschrank lagert noch immer ein beachtliches Beeren-Kollektiv und wartet auf baldigen Verzehr!

Nachdem ich zwecks Verbrauch der Beerenmassen bereits mit diesem Poundcake in Serie gegangen bin, ist es eine angenehme Abwechslung, Johannisbeeren in einer Mürbeteighülle zusammen zu treiben und mit einer ebenso simplen wie köstlichen Sahne-Eigelb-Zucker-Mischung zu übergießen! Das Ganze erst schön heiß werden lassen und anschließend gut kühlen. Nach Verkostung dieser Tarte wird man nicht umhinkönnen, die Aufnahme einer Serienproduktion zumindest in Erwägung zu ziehen!

Johannisbeer-Tarte

Johannisbeer-Tarte (Ein Rezept wer weiß woher. Von mir erfolgreich modifiziert, so dass man die Tarte auch ohne Massaker-ähnliche Effekte teilen kann.)

Man mag es nicht glauben, aber diese imposant ausschauende Tarte ist schnellstens gemacht und nicht ansatzweise so arbeitsintensiv wie manche ihrer Tarte-Verwandten. Kein Ei im Mürbeteig, kein Vorbacken, keine aufwendig gerührte Cremefüllung. Maximaler Ertrag, bei minimalem Aufwand. Eine Tarte zum So-tun-als-ob-man-den-Dreh-mit-der-französischen-Patisserie-voll-raus-hätte und zum pragmatischen Verbrauch großer Johannisbeer-Mengen bestens geeignet.

Zutaten

Für den Boden

100g Mehl

30g Zucker

1 Prise Salz

65g kalte Butter in Stücken

1 EL eiskaltes Wasser

 

Für die Füllung

100ml Schlagsahne

3 Eigelb

50g Zucker

1/4 TL Stärke

200-250g Johannisbeeren

brauner Zucker zum Bestreuen

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Schüssel für den Teig, ein größerer Messbecher für die Füllung.

Bevor es losgeht

Die Johannisbeeren waschen, trocknen und von den Rispen trennen. Eine Springform (18 cm) fetten.

Erster Schritt

Mehl, Zucker und Salz verrühren und mit den Butterstücken zu einem krümeligen Teig verkneten. Zum Schluss das Wasser dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Zweiter Schritt

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 25 cm Durchmesser ausrollen und in die Springform geben. Den Rand gleichmäßig hochziehen und Löcher mit den Fingern stopfen.

Dritter Schritt

Sahne, Eigelb, Zucker und Stärke im Messbecher gut verrühren. Die Masse die Form füllen und Johannisbeeren darauf verteilen. Mit braunem Zucker leicht bestreuen. Den Kuchen ca. 40 Minuten im Ofen goldbraun backen. Nach dem Backen auskühlen lassen und vor dem Anschneiden gut kühlen.

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Wer sich vom Wochenmarkt gleich von zwei Schalen mit roten Johannisbeeren nach Hause begleiten lässt und sein lächerlich kleines Gefrierfach bereits in der Vorwoche bis unter den Rand mit schwarzen Johannisbeeren aufgefüllt hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als die Flucht nach vorne anzutreten und zu backen!

Für sommerliche Kuchenwonnen eignen sich die oftmals nur zu Dekorationszwecken missbrauchten roten Perlen ganz hervorragend. Weil Johannisbeeren ein recht säuerliches Naturell haben, mögen sie es heiß und zuckrig. Als Püree geben sie im Kern wie auf der Krone dieses samtigen Poundcakes eine ganz vortreffliche Figur ab! Ein perfekter erster Johannisbeer-Streich, dem – so viel ist sicher – noch weitere folgen werden.

Johannisbeer-Poundcake2
Johannisbeer-Poundcake3

Johannisbeer-Poundcake (Eine Idee von Martha Stewart nur mit anderen Beeren.)

Fruchtig, süß und buttrig zugleich. Eine weiche Wonne für den Gaumen, die ursprünglich mit Brombeeren zubereitet werden sollte. Mit roten Johannisbeeren ist aber auch ein äußerst gelungener Kuchen entstanden, der nichts braucht als sich selbst.

Zutaten

Für den Teig

115g Butter

200g Zucker

2 Eier

1 TL Vanilleextrakt

200g Mehl

eine gute Prise Salz

1/4 TL Backpulver

150g Crème Fraîche

 

Für die Fruchtfüllung

200g rote Johannisbeeren

30g Zucker

 

Schüsselbedarf

Eine große Mixerschüssel, eine kleine Schüssel für die Mehlmischung, ein Rührbecher für das Beerenpüree.

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (etwa 13x22cm) auf der langen Seite mit Backpapier auslegen. Beeren und Zucker in den Rührbecher füllen und den Pürierstab betriebsbereit machen.

Erster Schritt

Zucker und Butter bei mittelhoher Geschwindigkeit mit einer Küchenmaschine cremig aufschlagen (das dauert ca. 5 Minuten). Die Zeit nutzen, um in der kleinen Schüssel Mehl mit Salz und Backpulver zu vermischen und die Johannisbeeren zu pürieren.

Zweiter Schritt

Die Seitenränder der Schüssel mit einem Teigschaber säubern. Anschließend Eier und Vanille unterrühren. Die Ränder nochmals säubern. Anschließend in insgesamt fünf Schritten immer abwechselnd die Mehlmischung (3 Teile) und die Crème Fraîche (2 Teile) unterrühren.

Dritter Schritt

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Hälfte des fertigen Teigs in die Form füllen. Anschließend die Hälfte des Fruchtpürees in Kleksen darauf geben. Mit der zweiten Hälfte des Teigs überdecken.* Den Rest des Fruchtpürees aufkleksen und Teig und Püree mit einem kleinen, scharfen Messer marmorieren, d. h. viele 8en tief in den Teig schreiben, bis obenauf ein schönes Muster entsteht.

Vierter Schritt

Den Kuchen etwa 75 Minuten backen, aber nach 45 Minuten immer mal wieder nachschauen, ob der Bräunungsgrad des Fruchtpürees noch angemessen ist. Ein bisschen dunkel darf die Oberfläche werden, notfalls sollte man aber Alufolie zur Hand nehmen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Holzstäbchentest bestanden ist. Den Kuchen erst in der Form, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

*Wenn man Teig auf eine flüssige Masse streichen möchte, ohne dass die Füllung durchkommt, kleckst man am besten viele kleine Portionen Teig dicht nebeneinander und verstreicht diese dann vorsichtig mit einem Spachtel. Manchmal hilft es auch, wenn man das zu bedeckende Backwerk erst ein wenig im Kühlschrank weilen lässt, damit die flüssige Masse, die überdeckt werden soll etwas abkühlen und fest werden kann.

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