Olivenöl

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Sicherheit mit ein bisschen Wagnis. Das ist genau die richtige Mischung für ein Kuchenwerk. Das gilt umsomehr, da sich die Backstube nunmehr auf der anderen Atlantikseite befindet und ein williges Verzehrnetzwerk erst herangezogen werden muss.

Dieser Kuchen ist ein Rezeptfund aus einem der zahlreichen neuen Backbücher die dieser Tage erscheinen. Der Zitrone-Mohn-Klassiker erhält dank Olivenöl und Joghurt eine noch frischere Note und kommt damit so sanft und leichtfüßig daher wie der lang ersehnte Frühling. Er ist „foodieesque“, verschreckt aber die kulinarisch weniger aufgeweckten Zeitgenossen nicht.

Enjoy!

Lemon-Poppyseed-Olive Oil1 Zitronen-Olivenölkuchen mit Joghurt und Mohn (aus Sweet and Tart von Carla Snyder mit einer winzigen Umarbeitung)

Beständigkeit und Veränderung. Warum wählen, wenn man beides haben kann? In der Backstube wie im Leben sollte man stets etwas Neues wagen und das Dasein in allen Geschmacksvarianten probieren. Will man sich mal nicht so weit vorwagen, aber trotzdem etwas Neues verkosten, ist dieser Kuchen genau die richtige Wahl.

Zutaten

Für den Teig

300g Mehl

1 1/2 TL Backpulver

1/4 TL Natron

1/2 TL Salz

200g Zucker

250 g Joghurt

Schale von 2 Zitronen

60 ml Zitronensaft (Saft von ca. 2 Zitronen, den Rest für den Guss aufbewahren)

3 Eier

120ml Olivenöl

1 EL blaue Mohnsamen

1 EL weiße Mohnsamen

 

Für den Guss und die Dekoration

2 EL Zitronensaft

1 EL Sahne

120g Puderzucker

eine Prise Mohnsamen

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Rührschüssel für die Mehlmischung. Eine große Rührschüssel für die Joghurt-Mischung. Eine kleine Rührschüssel für den Zuckerguss.

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (13x23cm) mit Backpapier auslegen und die Seiten fetten und mit Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Mehl, Backpulver, Natron und Salz in der mittleren Schüssel mischen.

Zweiter Schritt

Zucker, Zitronensaft, Zitronenschale und Joghurt in der großen Rührschüssel mit der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät vermengen und gut verrühren. Die Eier nacheinander untermischen und abschließend das Olivenöl unterrühren bis die Masse cremig ist.

Dritter Schritt

Das Mehl auf niedriger Stufe schrittweise unterrühren. Die Mohnsamen unterheben, den Teig in die Form füllen und für ca. 60 Minuten goldgelb backen.

Vierter Schritt

Den Kuchen ca. 10 Minuten auskühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form lösen. In der Zwischenzeit aus Puderzucker, Zitronensaft und Sahne einen Guss rühren. Den Kuchen einige Male mit einem Spieß einstechen und einen Teil des Gusses darauf verteilen. Wenn der Kuchen gänzlich ausgekühlt ist, den Rest des Gusses darauf geben und nachdem er etwas angetrocknet ist mit Mohnsamen dekorieren.

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Zitronenschnitten sind eine feine Sache, wenn man für Gäste backt, deren kulinarische Vorlieben man nicht besonders gut kennt. Man läuft damit weder Gefahr, zum Urheber allergischer Schocks zu werden, noch irgend jemanden vom wohl verdienten Nachtisch auszuschließen. Noch feiner ist diese Zitronensache aber deshalb, weil ich auf der Suche nach einem unverfänglichen Backrezept im weltweiten Netz über eine ganz außergewöhnliche Variation dieses Schnittenklassikers gestolpert bin. Herausgekommen sind güldene Barren, auf die man nach dem ersten Bissen nie wieder wird verzichten wollen.

Lemon Bars NYTZitronenschnitten mit Olivenöl und Meersalzflocken (aus der New York Times)

„When life gives you lemons, make lemon bars.“ Diese Schnitten sind Kuchen gewordener Optimismus. Die süß-saure Creme thront auf einem knusprigen Shortbreadboden, der mit Butter und Zitronenzesten gespickt ist. Das Olivenöl macht die Creme noch fruchtiger und gaumenschmeichelnder und die knackigen Meersalzflocken sind am Gaumen ein Geschmacksgedicht.

Zutaten

Für den Teig

155g Mehl

50g Zucker

25g Puderzucker

1/4 TL feines Meersalz

Schale von einer Zitrone (insgesamt benötigt man 5 Zitronen)

140g kalte Butter

 

Für die Zitronencreme

180ml Zitronensaft (ca. 5 Zitronen)

Schale von 3 Zitronen

2 Eier

3 Eigelb

5g Speisestärke

1 Prise Salz

60g Butter

60ml fruchtiges Olivenöl

 

Für die Dekoration

Meersalzflocken

Puderzucker (optional)

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel und ein mittlerer Topf.

Bevor es losgeht

Eine eckige Backform (20 oder 23 cm) von beiden Seiten mit Backpapier auslegen. Die Zitronen waschen und die Schale von 1+3 Zitronen fein abreiben und zur Seite stellen. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Erster Schritt

Für den Shortbread-Boden die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Puderzucker, Salz), Zitronenschale und Butterstücke in eine Schüssel geben und schnell (falls möglich mit einem Pastry Blender) zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Alternativ kann man auch die Küchenmachine benutzen.

Zweiter Schritt

Den Teig gleichmäßig auf dem Boden der Form festdrücken und ca. 30 Minuten im Ofen goldgelb backen.

Dritter Schritt

In der Zwischenzeit die Zitronencreme herstellen. Dazu Zitronensaft, Zucker, Eier, Eigelb, Stärke und Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Die Masse muss kochen, damit die Creme eindickt, darf aber nicht länger als eine Minute kochen, damit sie nicht wieder flüssig wird. Wenn die Creme eingedickt ist, den Topf vom Herd nehmen und Butter und Olivenöl unterrühren.

Vierter Schritt

Die Zitronencreme auf den Shortbread-Boden geben und das Werk 20 Minuten backen, bis die Creme gerade stockt. Die Schnitten auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Die große Zitronenschnitte an den Backpapierenden aus der Form heben, die Ränder begradigen und in Quadrate schneiden.* Mit Meersalz und Puderzucker bestreuen und servieren.

*Für den Transport habe ich die Schnitten in Muffinsmanchetten gekleidet. Funktioniert wunderbar und sieht obendrein adrett aus.

 

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Was wird eigentlich aus einem Blogeintrag, wenn der zu bewerbende Kuchen aufgegessen wurde, bevor er auf einen Fotochip gebannt werden konnte? Ein tadelloses Blogerscheinungsbild würde gebieten, den Kuchen noch einmal zu backen und ordnungsgemäß abzulichten.

Das kann ich nicht grundsätzlich falsch finden, denn dieser Zucchinikuchen ist eine Wucht! Und dennoch spricht mindestens dreierlei dagegen 1. Die Zeit ist knapp und die Rezeptwarteschlange lang. 2. Noch gibt es lokale Zucchini 3. Die Kuchenverzehrgemeinde soll sich nicht langweilen! Denn die süßen Zähne meiner Mitmenschen sorgen dafür, dass sich das Kuchenrad stets weiterdrehen kann!

Dieser Blogeintrag stellt daher eine gewisse Herausforderung dar, weil er dem Leser abverlangt, sich den Zucchini Schokoladenkuchen – welcher nach nachfolgendem Rezept nachgebacken werden kann (und sollte!) – ohne bildhafte Unterstützung vorzustellen.

Zum Schluss daher doch noch ein wenig Hilfe für die Phantasie!

 

Zucchinikuchen

 

Zucchini-Schokoladenkuchen mit Olivenöl (ein Konglomerat aus vielen Rezepten und ein bisschen Interpretation meinerseits)

Ein saftiger (Frühstücks-)kuchen mit Olivenöl, gerösteten Walnüssen und einem Hauch Exotik von der Kakaobohne. Im Handumdrehen sind zwei Kastenformen Kuchen gemacht und ebenso schnell wird von dem Kuchen keine Spur mehr übrig sein. Schmeckt auch mit Glasur oder Buttercremehaube.

Zutaten

150g Mehl

130g Vollkornmehl

50g Kakaopulver

1 TL Backpulver

1/2 TL Natron

1 TL Salz

1 TL Ingwer

1/2 TL Muskatnuss

100g Walnüsse

50g Kakaobohnensplitter (für Hamburger im Kakao Kontor zu finden)

3 Eier

160g weißer Zucker

160g brauner Zucker

275 ml Olivenöl

2 TL Vanilleextrakt

2-3 (ca. 350g) mittlere Zucchini geraspelt

Schüsselbedarf

Eine große und eine mittlere Rührschüssel. Eine kleine Schüssel für die Zucchini.

Bevor es losgeht

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Walnüsse auf einem Backblech 10 Minuten rösten und abkühlen lassen. Zwei Kastenformen (30 cm) mit Backpapier auslegen. Die Zucchini raspeln.

Erster Schritt

In der mittleren Schüssel Mehl, Vollkornmehl, Kakao, Backpulver, Natron, Salz, Ingwer und Muskat vermischen und anschließend die Walnüsse und Kakaobohnensplitter hinzugeben.

Zweiter Schritt

In der großen Schüssel Eier, Olivenöl, weißen und braunen Zucker und Vanille verrühren. Zum Schluss die Zucchini unterrühren. Die trockenen zu den feuchten Zutaten geben und gut aber nicht zu gründlich verrühren.

Dritter Schritt

Jeweils die Hälfte des Teiges in eine Kastenform geben und die Kuchen etwa 45 Minuten backen, bis der Zahnstochertest bestanden ist.

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