Olivenöl

You are currently browsing articles tagged Olivenöl.

Da die jährliche Kuchenneujahrskarte nunmehr seit zwei Jahren auf neudeutsch gebastelt wird, ist es an der Zeit, dass auch der Blog mitzieht und den Menschen auf der nicht-europäischen Atlantikseite ebenfalls zugänglich wird. Als Proviant für diesen Weg der interkulturellen Verständigung drängt sich dieser Schokoladenkuchen förmlich auf, denn er vermag es – Schokolade sei Dank – Veganer, Vegetarier und Omnivoren an einer Kaffeetafel zu versammeln und nicht nur über die nahende Zerstörung der Welt, sondern auch über die genussvollen Seiten des Lebens ins Gespräch zu bringen.

Since the annual cake card has appeared in English for the past two years now, it is well time to also elevate the blog to bilingualism and make it accessible to people on the non-European side of the Atlantic as well. This chocolate cake is the perfect victual on the journey to intercultural understanding. Thanks to chocolate, vegans, vegetarians, and omnivores will be able to gather around the coffee table together and have the opportunity to not only talk about the oncoming destruction of the world but also about the pleasurable aspects of life.

Schokoladenkuchen mit Olivenöl (leicht verändert von Smitten Kitchen) / Chocolate Olive Oil Cake (slightly modified from Smitten Kitchen)

Ein herrlich bittersüßer Kuchengenuss, der nur von Extremlokavoren eine Abfuhr erhalten wird und ansonsten als Mittel zur Völkerverständigung in Erwägung gezogen werden sollte. Ich habe die Glasurmenge halbiert und den Maissirup mit Sirup aus braunem Reis ersetzt.

An exquisite, bittersweet cake which only runs the risk of being rejected by extreme locavores and otherwise is the perfect baked good to enhance international understanding. I cut the recipe for the glaze in half and replaced the corn syrup with brown rice syrup.

 

Für den Kuchen / For the cake

195g Mehl / flour

60g ungesüßtes Kakaopulver / unsweetened cocoa

1 1/2 TL Natron / 1 1/2 teaspoons baking soda

1/2 TL feines Meersalz / 1/2 teaspoon fine sea salt

150g Zucker / sugar

145g brauner Zucker / dark brown sugar

120ml Olivenöl / olive oil

355ml Kaffee (lauwarm) / coffee (lukewarm)

1 EL Apfelessig / 1 tablespoon cider vinegar

 

Für die Glasur / For the glaze

70g Schokolade (88% – vegan) / chocolate (88% – vegan)

10g ungesüßtes Kakaopulver / unsweetened cocoa

20 ml Olivenöl / olive oil

1 TL brauner Reissirup / 1 teaspoon brown rice syrup

1 Prise Meersalz / a pinch of sea salt

Hirse zum Dekorieren / millet seeds for garnish

 

Schüsselbedarf / Bowl requirements

Eine große Rührschüssel für die Mehl/Zucker-Mischung, einen kleinen Topf (am besten mit Wasserbad) für die Glasur.

A large mixing bown for the flour/sugar mixture, a small pot (preferably a water bath) for the glaze.

Bevor es losgeht / Before getting started

Den Boden einer Springform (23 cm) mit Backpapier auslegen, Rand und Boden mit neutralem Öl einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Line the bottom of a 9-inch springform pan with parchment paper, coat bottom and sides with neutral oil and lightly dust with flour.

Erster Schritt / First step

Mehl, Kakaopulver, Natron, Salz und Zucker in der großen Schüssel gut miteinander vermengen. Anschließend braunen Zucker und Olivenöl hinzugeben und mit dem Schneebesen verrühren. Zum Schluss Wasser und Essig hinzufügen und gut verrühren. Den Teig in die Form füllen und ca. 35 Minuten backen. Den Kuchen etwa 10 Minuten auskühlen lassen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Kuchengitter stürzen. Komplett abkühlen lassen.

Mix together flour, cocoa, baking soda, salt, and sugar in the large mixing bowl. Add brown sugar and olive oil and whisk to combine. Add water and vinegar and whisk until nicely combined. Pour mixture into prepared pan and bake for approximately 35 minutes. Let cake cool for about 10 minutes and then flip onto a cooling rack covered with a piece of parchment paper. Let cool completely.

Zweiter Schritt / Second step

Über einem Wasserbad Schokoladenstücke, Kakaopulver, Olivenöl, Sirup aus braunem Reis und Salz zu einer homogenen Masse erwärmen. Über den ausgekühlten Kuchen geben und ein wenig Schokolade über die Ränder hinweg streichen. Die Schokolade ein paar Minuten abkühlen lassen und dann den Rand mit Hirse dekorieren.

Melt chocolate, cocoa, olive oil, brown rice syrup, and salt over a water bath and whisk until well combined. Pour glaze over the cooled cake and let a little bit of glaze run down the sides. Let chocolate cool for a few minutes. Then decorate the edge with millet seeds.

Tags: ,

Sicherheit mit ein bisschen Wagnis. Das ist genau die richtige Mischung für ein Kuchenwerk. Das gilt umsomehr, da sich die Backstube nunmehr auf der anderen Atlantikseite befindet und ein williges Verzehrnetzwerk erst herangezogen werden muss.

Dieser Kuchen ist ein Rezeptfund aus einem der zahlreichen neuen Backbücher die dieser Tage erscheinen. Der Zitrone-Mohn-Klassiker erhält dank Olivenöl und Joghurt eine noch frischere Note und kommt damit so sanft und leichtfüßig daher wie der lang ersehnte Frühling. Er ist „foodieesque“, verschreckt aber die kulinarisch weniger aufgeweckten Zeitgenossen nicht.

Enjoy!

Lemon-Poppyseed-Olive Oil1 Zitronen-Olivenölkuchen mit Joghurt und Mohn (aus Sweet and Tart von Carla Snyder mit einer winzigen Umarbeitung)

Beständigkeit und Veränderung. Warum wählen, wenn man beides haben kann? In der Backstube wie im Leben sollte man stets etwas Neues wagen und das Dasein in allen Geschmacksvarianten probieren. Will man sich mal nicht so weit vorwagen, aber trotzdem etwas Neues verkosten, ist dieser Kuchen genau die richtige Wahl.

Zutaten

Für den Teig

300g Mehl

1 1/2 TL Backpulver

1/4 TL Natron

1/2 TL Salz

200g Zucker

250 g Joghurt

Schale von 2 Zitronen

60 ml Zitronensaft (Saft von ca. 2 Zitronen, den Rest für den Guss aufbewahren)

3 Eier

120ml Olivenöl

1 EL blaue Mohnsamen

1 EL weiße Mohnsamen

 

Für den Guss und die Dekoration

2 EL Zitronensaft

1 EL Sahne

120g Puderzucker

eine Prise Mohnsamen

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Rührschüssel für die Mehlmischung. Eine große Rührschüssel für die Joghurt-Mischung. Eine kleine Rührschüssel für den Zuckerguss.

Bevor es losgeht

Eine Kastenform (13x23cm) mit Backpapier auslegen und die Seiten fetten und mit Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Mehl, Backpulver, Natron und Salz in der mittleren Schüssel mischen.

Zweiter Schritt

Zucker, Zitronensaft, Zitronenschale und Joghurt in der großen Rührschüssel mit der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät vermengen und gut verrühren. Die Eier nacheinander untermischen und abschließend das Olivenöl unterrühren bis die Masse cremig ist.

Dritter Schritt

Das Mehl auf niedriger Stufe schrittweise unterrühren. Die Mohnsamen unterheben, den Teig in die Form füllen und für ca. 60 Minuten goldgelb backen.

Vierter Schritt

Den Kuchen ca. 10 Minuten auskühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form lösen. In der Zwischenzeit aus Puderzucker, Zitronensaft und Sahne einen Guss rühren. Den Kuchen einige Male mit einem Spieß einstechen und einen Teil des Gusses darauf verteilen. Wenn der Kuchen gänzlich ausgekühlt ist, den Rest des Gusses darauf geben und nachdem er etwas angetrocknet ist mit Mohnsamen dekorieren.

Tags: , , ,

Zitronenschnitten sind eine feine Sache, wenn man für Gäste backt, deren kulinarische Vorlieben man nicht besonders gut kennt. Man läuft damit weder Gefahr, zum Urheber allergischer Schocks zu werden, noch irgend jemanden vom wohl verdienten Nachtisch auszuschließen. Noch feiner ist diese Zitronensache aber deshalb, weil ich auf der Suche nach einem unverfänglichen Backrezept im weltweiten Netz über eine ganz außergewöhnliche Variation dieses Schnittenklassikers gestolpert bin. Herausgekommen sind güldene Barren, auf die man nach dem ersten Bissen nie wieder wird verzichten wollen.

Lemon Bars NYTZitronenschnitten mit Olivenöl und Meersalzflocken (aus der New York Times)

„When life gives you lemons, make lemon bars.“ Diese Schnitten sind Kuchen gewordener Optimismus. Die süß-saure Creme thront auf einem knusprigen Shortbreadboden, der mit Butter und Zitronenzesten gespickt ist. Das Olivenöl macht die Creme noch fruchtiger und gaumenschmeichelnder und die knackigen Meersalzflocken sind am Gaumen ein Geschmacksgedicht.

Zutaten

Für den Teig

155g Mehl

50g Zucker

25g Puderzucker

1/4 TL feines Meersalz

Schale von einer Zitrone (insgesamt benötigt man 5 Zitronen)

140g kalte Butter

 

Für die Zitronencreme

180ml Zitronensaft (ca. 5 Zitronen)

Schale von 3 Zitronen

2 Eier

3 Eigelb

5g Speisestärke

1 Prise Salz

60g Butter

60ml fruchtiges Olivenöl

 

Für die Dekoration

Meersalzflocken

Puderzucker (optional)

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel und ein mittlerer Topf.

Bevor es losgeht

Eine eckige Backform (20 oder 23 cm) von beiden Seiten mit Backpapier auslegen. Die Zitronen waschen und die Schale von 1+3 Zitronen fein abreiben und zur Seite stellen. Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Erster Schritt

Für den Shortbread-Boden die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Puderzucker, Salz), Zitronenschale und Butterstücke in eine Schüssel geben und schnell (falls möglich mit einem Pastry Blender) zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Alternativ kann man auch die Küchenmachine benutzen.

Zweiter Schritt

Den Teig gleichmäßig auf dem Boden der Form festdrücken und ca. 30 Minuten im Ofen goldgelb backen.

Dritter Schritt

In der Zwischenzeit die Zitronencreme herstellen. Dazu Zitronensaft, Zucker, Eier, Eigelb, Stärke und Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Die Masse muss kochen, damit die Creme eindickt, darf aber nicht länger als eine Minute kochen, damit sie nicht wieder flüssig wird. Wenn die Creme eingedickt ist, den Topf vom Herd nehmen und Butter und Olivenöl unterrühren.

Vierter Schritt

Die Zitronencreme auf den Shortbread-Boden geben und das Werk 20 Minuten backen, bis die Creme gerade stockt. Die Schnitten auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Die große Zitronenschnitte an den Backpapierenden aus der Form heben, die Ränder begradigen und in Quadrate schneiden.* Mit Meersalz und Puderzucker bestreuen und servieren.

*Für den Transport habe ich die Schnitten in Muffinsmanchetten gekleidet. Funktioniert wunderbar und sieht obendrein adrett aus.

 

Tags: ,

« Older entries

Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: