Pflaumen

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Bevor die Pflaumensaison ins Jahr 2015 entschwindet, empfehle ich die spontane Herstellung dieser Pflaumen-Streuseltarte, die köstlicher und knuspriger nicht sein könnte. Die Zubereitung fügt sich bestens ein in die Unaufgeregtheit der derzeit so sonnig duftenden Herbsttage und ist mein dritter und letzter Pflaumenstreich für dieses Jahr!

Pflaumenkuchen Nigel1

Pflaumen-Streuseltarte (von Nigel Slater)

Wie immer hat es sich ausgezahlt, sich vertrauensvoll an Nigel Slater zu wenden! Mit wenigen Zutaten bringt der Brite die Aromen nur weniger Zutaten zum Tanzen und hat auch mit dieser simplen Pflaumen-Kreation den Nagel auf den Kopf getroffen. Noch köstlicher schmeckt der Spaß sicherlich mit den empfohlenen Pinienkernen. Ich habe mich aus triftigen Gründen für Mandelblättchen entschieden, auf die man aber nichts kommen lassen kann!

Zutaten

260g Mehl

125g brauner Zucker (falls möglich soft brown sugar)

100g gemahlene Mandeln

eine Prise Salz

220g kalte Butter

50g Pinienkerne oder Mandelblättchen

600g Pflaumen

 

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, eine mittlere Schüssel für die entsteinten Pflaumen.

Bevor es losgeht

Eine eckige Backform (ca. 23x23cm) über Kreuz mit Backpapier auslegen. Die Pflaumen entsteinen (mit meinem in diesem Jahr erworbenen Combi-Pflaumen- und Kirschenentsteiner ist das eine wahre Freude!!!). Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Mehl, Zucker, Mandeln und Salz in die große Schüssel geben und mischen. Die Butter in Stücken zugeben und mit den Fingerspitzen zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Zwei Drittel der Masse in die Form füllen, festdrücken und an den Seiten die Ränder ein wenig hochziehen.

Zweiter Schritt

Die Pflaumen auf dem Teig anordnen. Die Pinienkerne oder Mandelblätter unter den restlichen Krümelteig mischen und auf den Pflaumen verteilen. Nach 45 Minuten sollte es himmlisch duften und der Kuchen goldbraun sein. Den Kuchen nicht gleich verschlingen, sondern noch eine Weile auskühlen lassen.

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Die Erntezeit hat mich kalt erwischt, indem sie mir nahezu zeitgleich Mirabellen, Pflaumen, Holunderbeeren und Äpfel in den Schoß geworfen hat. Und das zu allem Überfluss auch noch zu einer Zeit, in der ich nur sporadisch am heimischen Herd habe weilen können!

Die sorgsam zusammen gesuchten Rezepte, die bereits im letzten Jahr unprobiert geblieben sind, haben es auch in diesem Jahr nicht vom Papier in die Backform geschafft. Die Mirabellen-Mandel-Tarte bleibt weiterhin Zukunftsmusik. Vor den anderen Früchten habe ich aber nicht so einfach kapituliert und eine ansehnliche Kuchen-Monokultur auf die Beine gestellt, indem ich alle der genannten Früchte zwischen zwei Schichten des immer gleichen Poundcake-Teiges eingeklemmt habe!

Um meine Monokultur zu tarnen, habe ich diese schließlich mit großem geschmacklichen Gewinn unter dieser Streuselhaube versteckt. Ich berichte also nicht ohne Stolz davon, wie ich die Zeitnot mit der Früchteflut zu einer Kuchentugend verwandelt habe, die ganz und gar nicht langweilig schmeckt und dank derer mir keine der Herbstfrüchte durch die Lappen gegangen ist.

Pflaumen-Poundcake2

Pflaumen-Poundcake (Meine Version einer Idee von Martha Stewart.)

Das Rezept welches folgt war der Beginn meiner Monokultur-Zeit und geht somit quasi noch als Unikat durch. Ich habe den Pflaumen-Poundcake in Springformen gebacken und mit einem Muster aus Pflaumenpüree dekoriert. Die Holunder- und Apfelvarianten habe ich in einer Kastenform (ca. 22x12cm) gebacken. Die Holunderbeeren (100g) gefallen sich alleine in der Mitte des Kuchens, man kann ihnen aber auch die Spalten eines halben Apfels bzw. einer Birne an die Seite stellen. Nachdem die Holunderbeerenzeit vorbei war, habe ich mich mit den Spalten von ein bis zwei Äpfeln begnügt, die ich vorab in einem Teelöffel Fünf-Gewürze-Pulver und einem Esslöffel Zitronensaft gewälzt habe. Die Backzeit beläuft sich für die Kastenform-Streusel-Varianten etwa auf 45 Minuten.

Zutaten

Für den Teig

115g Butter

200g Zucker

2 Eier

1 TL Vanilleextrakt

200g Mehl

eine gute Prise Salz

1/4 TL Backpulver

150g Crème Fraîche

 

Für die Fruchtfüllung

ca. 10 Pflaumen

2 x 50g Pflaumenpüree*

*Ich habe gleich mehr hergestellt, sonst lohnt sich der Spaß nicht. Grundsätzlich empfiehlt sich je nach Süßegrad aber ein Verhältnis von 5:1 von Pflaumen und Zucker beim Einkochen von Pflaumenpüree.

 

Für die Streusel der Holunder- bzw. Apfelvariante

50g kalte Butter

50g Mehl

60g Demerara Zucker

2 gehäufte EL Haferflocken (Großblatt)

1 Messerspitze Zimt (so sagt es Nigel Slater…ich liebe Zimt und habe etwa 1/2 TL verwendet)

 

Schüsselbedarf

Eine große Mixerschüssel, eine kleine Schüssel für die Mehlmischung, einen Topf für das Pflaumenpüree.

Bevor es losgeht

Pflaumenpüree herstellen. Eine Springform (18 cm) auf der Unterseite mit Backpapier auslegen.

Erster Schritt

Zucker und Butter bei mittelhoher Geschwindigkeit mit einer Küchenmaschine cremig aufschlagen (das dauert ca. 5 Minuten). Die Zeit nutzen, um in der kleinen Schüssel Mehl mit Salz und Backpulver zu vermischen und die Johannisbeeren zu pürieren.

Zweiter Schritt

Die Seitenränder der Schüssel mit einem Teigschaber säubern. Anschließend Eier und Vanille unterrühren. Die Ränder nochmals säubern. Anschließend in insgesamt fünf Schritten immer abwechselnd die Mehlmischung (3 Teile) und die Crème Fraîche (2 Teile) unterrühren.

Dritter Schritt

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Hälfte des fertigen Teigs in die Form füllen. Anschließend die Hälfte des Fruchtpürees in Kleksen darauf geben. Mit der zweiten Hälfte des Teigs überdecken.* Den Rest des Fruchtpürees aufkleksen und Teig und Püree mit einem kleinen, scharfen Messer marmorieren, d. h. viele 8en tief in den Teig schreiben, bis obenauf ein schönes Muster entsteht.

ODER STREUSELOPTION: Für die Streusel Mehl in die mittlere Schüssel geben und die Butter in Stücken dazugeben. Mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Anschließend den Zucker, die Haferflocken und den Zimt hinzugeben und zu Streuseln verkneten.

Vierter Schritt

Den Kuchen etwa 60 Minuten backen, aber nach 30 Minuten immer mal wieder nachschauen, ob der Bräunungsgrad des Fruchtpürees noch angemessen ist. Ein bisschen dunkel darf die Oberfläche werden, notfalls sollte man aber Alufolie zur Hand nehmen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Holzstäbchentest bestanden ist. Den Kuchen erst in der Form, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

*Wenn man Teig auf eine flüssige Masse streichen möchte, ohne dass die Füllung durchkommt, kleckst man am besten viele kleine Portionen Teig dicht nebeneinander und verstreicht diese dann vorsichtig mit einem Spachtel. Manchmal hilft es auch, wenn man das zu bedeckende Backwerk erst ein wenig im Kühlschrank weilen lässt, damit die flüssige Masse, die überdeckt werden soll etwas abkühlen und fest werden kann.

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Aus konditorischer Sicht ist der Herbst eine widersprüchliche Jahreszeit. Während warmes Licht, aromatische Luft und goldenes Laub zu entspannten post-sommerlichen Spaziergängen und Kuchenausflügen einladen, beginnt für den geneigten Hobbykonditor angesichts der zahlreichen herrenlosen Obstbäume, an denen ebenso herrenlose Früchte reifen, eine hektische Zeit!

Das üppige Angebot an Früchten ist fantastisch und frustrierend zugleich. Fantastisch, weil man sich fernab vom Supermarkt von den Früchten der Natur ernähren kann. Frustrierend, weil man – sofern man nicht zufällig gut geerbt habend in seinem Landhaus eine Hobby-Feinkostmanufaktur betreibt – nur einen Bruchteil der Früchte in seinen Besitz zu nehmen und zu Kuchen zu verarbeiten vermag.

Wem ebenso wie mir sowohl die Zeit als auch die Pflaumen drohen davonzulaufen, sei ein Kuchenrezept empfohlen, welches lediglich nach Rührteig und zehn lilafarbenenen Steinfruchtexemplaren verlangt. Wem ebenso wie mir eine ganze Reihe köstlicher Pflaumenkuchenrezepte droht im Herbstwind zu verwehen, der möge sich an folgendem Aphorismus trösten: Nach der Ernte ist vor der Ernte. Und ein Pflaumenkuchen ist besser als kein Pflaumenkuchen!

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Pflaumenkuchen mit Grübchen (Zitiert nach Smitten Kitchen)

Wem sein vollgestopfter Terminkalender nahelegt, das Pflaumenkuchenbacken ins Jahr 2015 zu vertagen, der findet vielleicht in diesem Rezept die herbstlich-goldene Mitte zwischen ganz oder gar nicht. Zu diesem äußerst mittigen Kuchen passt ganz hervorragend mit Vanille aromatisierte Schlagsahne!

Zutaten

200g Mehl

2 TL Backpulver

1/4 TL Salz

1/4 TL Salz

75g weiche Butter

150g brauner Zucker

2 Eier

80 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl

Schale von einer Zitrone (das Rezept empfiehlt Orangenschale)

1 1/2 TL Vanilleextrakt

etwa 10 Pflaumen oder andere Steinfrüchte (wenn die Früchte größer sind, braucht man ggf. nur 8 Stück)

 

Schüsselbedarf

Eine große Mixerschüssel, eine kleine Schüssel für die trockenen Zutaten.

Bevor es losgeht

Eine eckige Backform (20x20cm) mit Backpapier auslegen. Den Pflaumen am Kern vorbei die Seitenteile abtrennen. Die Mehlmischung vorbereiten. Dann den Ofen auf 180°C vorheizen.

Erster Schritt

Zunächst die Butter etwa 3 Minuten cremig schlagen. Dann den Zucker hinzugeben und weitere 3 Minuten cremig schlagen. Erst ein Ei, dann das zweite Ei hinzugeben. Zwischendurch die Seiten der Schüssel mit einem Teigschaber säubern.

Zweiter Schritt

Zu der Butter-Zucker-Ei-Mischung Öl, Vanille und Zitronenschale hinzufügen und auf mittlerer Stufe zu einer cremigen Masse aufschlagen. Auf niedriger Stufe die Mehlmischung unterrühren. Nicht zu lange rühren und die nicht verrührten Zutaten von Hand unterheben.

Dritter Schritt

Den Teig in die Form füllen und glatt streichen. Die Pflaumen mit der Schnittstelle nach oben auf den Teig legen und etwas eindrücken. Mein Kuchen hatte 4 Reihen à 5 Pflaumen, aber das kommt auf die Größe der Früchte an. Den Kuchen 35 bis 40 Minuten backen, bis er goldbraun und der Zahnstocher-Test erfolgreich bestanden ist.

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