Rosmarin

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Wenige Worte und noch weniger Torte haben in den ersten Jahresmonaten meine Schreib- und Backstube verlassen. Die Ursachen dafür sind nicht anekdotentauglich und würden vom eigentlichen Thema dieser Botschaft ablenken: Diesem sagenhaft-saftigen Grieß-Mandelkuchen mit Kräuteraroma und rosmarinierten Blutorangen. Eine grandiose Kombination, für die ich mich ein wenig selbst loben möchte, zumal sie eigentlich nur dazu dienen sollte, den Unmengen an Rosmarin, Thymian und Blutorangen Herr zu werden, die ich mir ohne Sinn und Verstand ins Haus geholt habe. Ein guter und obendrein außergewöhnlich köstlicher Beleg dafür, dass auch Maßlosigkeit Gutes hervorbringen kann!

Kräuterkuchen mit Blutorange2

Kräuterkuchen mit Rosmarin-Blutorangen (von Martha Stewart und mir)

Dieser Kuchen ist von sich aus schon ein saftiger Zeitgenosse. Die Blutorangen unterstreichen diese Eigenschaft ganz hervorragend und wem das noch nicht reicht, der kann mit cremigem Joghurt noch einen dritten Mitspieler hinzufügen. Das Baukastenprinzip macht’s möglich!

Zutaten

Für den Teig

170g Mehl

1 1/4 TL Backpulver

1/2 TL Salz

100g Weichweizengrieß

180g Zucker

115g weiche Butter

70g Mandelmus

4 Eigelb

1 TL Vanilleextrakt

170 ml Milch

4 Eiweiß

50g Zucker

1 EL fein gehackter frischer Rosmarin

1 EL fein gehackter frischer Thymian

Für die Rosmarin-Blutorangen

4 Blutorangen (oder viele viele mehr)

50g Zucker

60ml Wasser

1 Zweig Rosmarin

 

Schüsselbedarf

Eine mittlere Schüssel für die trockenen Zutaten, eine große Mixerschüssel für die Eigelbmasse, eine große Mixerschüssel für den Eischnee, eine Schüssel für die Blutorangen, ein kleiner Topf für den Rosmarin-Sirup.

Bevor es losgeht

Eine Backform (23 oder 24cm) mit Backpapier auslegen, buttern und den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Blutorangen filetieren und den Rosmarin-Sirup herstellen.

Für den Rosmarin-Sirup

Wasser und Zucker zum Kochen bringen und so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Topf vom Herd nehmen, den Rosmarinzweig hinein legen und mindestens 2 Stunden zugedeckt ziehen lassen. Die Blutorangen nach Belieben darin tränken. Der Sirup hält sich im Kühlschrank mindestens eine Woche lang.

Erster Schritt

Mehl, Backpulver, Salz und Weizengrieß in der mittleren Schüssel verrühren.

Zweiter Schritt

Butter, Zucker und Mandelmus in die große Mixerschüssel geben und auf mittlerer Stufe etwa vier Minuten schaumig-blass aufschlagen. Anschließend Eigelb und Vanille hinzugeben und weitere zwei Minuten schlagen.

Dritter Schritt

Auf niedriger Stufe abwechselnd die Mehlmischung (3 Portionen) mit der Milch (2 Portionen) zu dem Ei-Butter-Gemisch geben und gut verrühren. Zum Schluss noch die fein gehackten Kräuter unterheben.

Vierter Schritt

Das Eiweiß in der Küchenmaschine mit dem Schneebesenaufsatz erst bei niedriger Geschwindigkeit und dann unter Zugabe des Zuckers auf hoher Stufe zu festem Eischnee verarbeiten. Die Hälfte des Eischnees unter den Teig heben. Zum Schluss den restlichen Eischnee unterheben, so dass keine weißen Streifen mehr zu sehen sind. Nicht zu viel mischen!

Fünfter Schritt

Den Kuchen mit etwas Zucker bestreuen und ca. 45 Minuten goldgelb backen (falls notwenig den Endspurt unter einer Aluschutzfolie). Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, anrichten, bepuderzuckern und mit Rosmarin-Blutorangen (und Joghurt) servieren.

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Wohl dem, dessen Arbeitsplatz sich neben einem Apfelbaum befindet und der gemeinsam mit dieser Gärtnerin in der Mittagspause Äpfel von den Bäumen schütteln kann. Da die rotbäckigen Schönheiten nicht etwa in einem Pflücknetz den Boden erreicht haben, sondern Newtons Schwerkraft direkt in die Arme gefallen sind, galt es schnell zu Handeln, bevor sich wohlmöglich noch ein Wurm in diese schöne Erntegeschichte gefressen hätte.

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Hat man sich derart viele Äpfel ans Bein gebunden (der Ästhetik wegen ist hier nur eine Auswahl zu sehen), ist es dringend erforderlich, pragmatisch zu bleiben. Erstens sollte man von aufwändigen Tartes absehen. Die brauchen zu viel Zeit. Zweitens sollte bedacht werden, dass man beim Verzehr von großen Mengen an Apfelbackwaren unweigerlich auf den Appetit seiner Mitmenschen angewiesen ist. Will man also schnell viele Äpfel zu Kuchen verarbeiten und diesen Kuchen möglichst schnell wieder loswerden, empfehle ich, so schnöde das klingen mag, Apfelmuffins zu backen. Von denen essen Besucher gerne auch mal zwei und hat man das Glück in einem großstädtischen Mietshaus zu wohnen, kann man die von den Backmanschetten geschützten Küchlein einfach auf der Fußmatte platzieren und sich davon stehlen.

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Apfelmuffins mit Mandeln und Rosmarin (ein Rührteigrezept von anno irgendwann, Quelle nicht mehr auffindbar)

Apfelmuffins backen ist kein spektakuläres Backerlebnis. Im Fall einer Apfelschwemme ist das auch gut so, denn mit dem Schälen der zahllosen halb angeschlagenen Äpfel hat man alle Hände voll zu tun. Immerhin kriegt man bei diesem Rezept eine Wolke schimmernden Eischnees zu Gesicht. Geht der Rosmarin aus, lassen sich auch Thymian oder Estragon verwenden. Sofern man den Estragon nicht in rauen Mengen verwendet, schmeckt man ihn kaum. Klingen tut es trotzdem gut!

Zutaten (für 12 Muffins)

200g weiche Butter

150g Zucker

1 Prise Salz

200g Mehl

1 TL Backpulver

2 Eier

2 Eigelb

2 Eiweiß

50g Zucker

1 Prise Salz

250g Apfelstückchen (oder ca. drei mittelgroße Äpfel)

50g gehobelte Mandeln

2-3 Zweige fein gehackte Rosmarinnadeln

Schüsselbedarf

Eine große Rührschüssel, zwei kleine Rührschüsseln: eine für das Mehl, eine für die Apfelstückchen, ein Rührbecher für den Eischnee.

Bevor es losgeht

Mehl und Backpulver in einer der kleinen Schüsseln mischen. Rosmarin hacken. Muffinsform mit Manschetten auslegen. Die Äpfel in Stücke schneiden. Zum Schluss den Ofen auf 170°C vorheizen.

Erster Schritt

Butter, Zucker und Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät etwa 10 Minuten weiß und cremig aufschlagen. Die Ränder sauber streichen.

Zweiter Schritt

Zwei der Eier trennen. Ganze Eier und Eigelb hinzufügen und gut verrühren. Anschließend die Mehlmischung unterrühren.

Dritter Schritt

Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dabei den Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee unter den Teig heben.

Vierter Schritt

Äpfel, Mandeln und Rosmarin unterheben und die Muffinsmulden mit Teig füllen. Die Muffins etwa 30 Minuten backen, auskühlen lassen und ggf. ausliefern.

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